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Nadine Kleinert will spätesten nach der WM 2009 in Berlin in den Boxring steigen © getty

Nadine Kleinert verpasst mit 19,01 Metern die ersehnte Medaille im Kugelstoßen und kann sich ihre Leistung nicht erklären.

Peking - Das Wunder im Kugelstoßring blieb aus:

Nach Olympia-Silber 2004 in Athen ist die Magdeburgerin Nadine Kleinert bei den Sommerspielen in Peking leer ausgegangen.

Mit nur 19,01 m verfehlte die 32-Jährige ihre fünfte internationale Freiluft-Medaille und musste sich beim Erfolg von Neuseelands Weltmeisterin Valerie Vili (20,56) mit Rang sieben zufrieden geben.

"Ich habe nicht in den Wettkampf gefunden, das ist meine eigene Schuld. Ich hatte sechs Versuche Zeit, um es zu ändern. Ich kann es nicht erklären. Es sollte nicht sein", sagte die WM-Dritte von 2007 ernüchtert.

Mit Blick auf Vili meinte die Sportsoldatin: "Sie habe ich nicht vorne erwartet."

"Ich bin ein Naturwunder"

Dabei wollte Kleinert vor dem angestrebten Wechsel ins Boxlager noch einmal zuschlagen.

Als Weltranglisten-Vierte mit 19,89 m schien die Ausgangsposition glänzend und Kleinert selbst sagte: "Eigentlich baut der Körper mit 30 ab. Ich werde immer stärker. Ich bin ein Naturwunder." Doch das allein reichte nicht.

Saisonbestleistung hätte gereicht

Dabei hätten schon 19,86 m für Bronze genügt. Dies sicherte sich Vize-Weltmeisterin Nadeschda Ostaptschuk, die die Weltrangliste mit 20,98 m anführt. Ihre Landsfrau Natalja Michnewitsch holte Silber (20,28).

Sie ist mit dem einst wegen Dopings gesperrten ehemaligen Kugel-Weltmeister Andrej Michnewitsch verheiratet.

Schwanitz verpasst Endkampf

Elfte wurde Christina Schwanitz, die nach 19,09 in der Qualifikation am Morgen nur 18,27 stieß. Als dritte Deutsche war dort die Wattenscheiderin Denise Hinrichs (18,36) als 16. gescheitert.

Vor vier Jahren in Athen hatte Kleinert nach Rang drei noch von der Disqualifikation der ursprünglichen Siegerin Irina Korschanenko wegen Anabolika-Dopings profitiert und war auf den Silberrang vorgerückt.

Ähnlich erging es ihr bei der Hallen-WM 2004, als Siegerin Wita Pawlitsch (Ukraine) wegen Dopings lebenslang gesperrt wurde und Kleinert nachträglich Bronze erhielt.

Kleinert will boxen

Kleinert will spätestens nach der WM 2009 in Berlin Boxerin werden, bereits jetzt hat sie Elemente des Trainings übernommen und dadurch im Vorfeld die besten Zubringerleistungen ihrer Karriere gehabt.

Allein, es zahlte sich nicht aus.

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