vergrößernverkleinern
Obergföll ist als Vize-Weltmeisterin Mitfavoritin im Speerwerfen © getty

Neben der WM-Zweiten Christina Obergföll und Europameisterin Steffi Nerius nimmt auch Katharina Molitor die erste Hürde.

Peking - Die WM-Zweite Christina Obergföll und Europameisterin Steffi Nerius sind am Donnerstag die deutschen Medaillenhoffnungen im olympischen Speerwurf-Finale. Mitfavoritin Obergföll erzielte gleich im ersten Wurf mit 67,52 m ihre zweitbeste Weite in diesem Jahr.

Die Leverkusener WM-Dritte Nerius, 2004 Olympia-Zweite in Athen, schaffte im letzten Versuch 63,94 m und wurde damit Dritte.

Auch Molitor weiter

Zuvor hatte sie die in der Qualifikation geforderten 61,50 m zweimal verfehlt mit 59,15 und 59,74 m.

Als dritte Deutsche kam auch die Leverkusenerin Katharina Molitor mit 60,92 m im letzten Wurf als Neunte ins Finale.

"Es klappte perfekt"

"Nur Christina kann Weltmeisterin Barbora Spotakova schlagen", meinte Steffi Nerius angesichts der 67,69 m, die Tschechiens Weltmeisterin gleich zum Auftakt vorgelegt hatte.

Sich selbst zählt Nerius, die seit der EM 2002 jedes Jahr eine Medaille gewann, "zu den vier bis fünf anderen, die um Bronze kämpfen".

Christina Obergföll meinte ein Jahr nach ihrer Zitterpartie in der WM-Qualifikation von Osaka:

"Diesmal habe ich mir gesagt: Du machst im ersten Wurf das Ding perfekt - und es klappte."

Wieder USA vs. Jamaika

Mit Blick auf das Finale gab sich die Europarekordlerin optimistisch: "Spotakova kann sicher noch mehr. Aber ich auch. Vom Physischen her bin ich in der Form meines Lebens. Wenn ich die Technik auf die Reihe bringe, bin ich in der Lage, Bestleistung zu werfen."

Im 200-m-Sprint der Frauen deutet alles auf einen erneuten Zweikampf zwischen Jamaika und den USA hin.

Vorlauf-Schnellste war Muna Lee (USA/22,71 Sekunden), die 100-m-Fünfte von Sonntag. Sprint-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser (Jamaika) ist auf dieser Strecke nicht dabei.

Klüft im Finale

In der Weitsprung-Qualifikation schied überraschend die Weltranglisten-Erste Naide Gomes (Portugal) mit nur 6,29 m aus.

Dagegen hatte die vom Siebenkampf gekommene Schwedin Carolina Klüft (6,70) keine Mühe, sich für das Finale am Freitag zu qualifizieren.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel