vergrößernverkleinern
Liu Xiang war Favorit auf Gold über die 110 Meter Hürden © getty

Die Menschen weinen nach der verletzungsbedingten Absage von Superstar Liu Xiang. Der Olympia-Held wendet sich an das Volk.

Peking - Chinas tragischer Olympia-Held Liu Xiang hat sich bei seinen 1,3 Milliarden Landsleuten für seine verletzungsbedingte Aufgabe über 110 m Hürden entschuldigt.

"Es tut mir sehr, sehr leid. So viele Menschen haben mich unterstützt und wollten mich laufen sehen. Ich habe mir gesagt: Ich muss es versuchen. Aber es ging nicht", sagte der 25-Jährige in Interviews mit staatlichen Medien.

Die Schmerzen in der Achillessehne seines rechten Fußes seien unerträglich gewesen, berichtete der Olympiasieger von 2004.

"Wenn ich gelaufen wäre, hätte es die Sehne vielleicht nicht überstanden."

Tränen fließen

Der Leichtathlet, der Chinas "Gesicht der Spiele" von Peking war, hatte seinen Triumph von Athen wiederholen wollen.

Lius Ausscheiden hatte am Montag für Entsetzen im ganzen Land und unter den 91.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion gesorgt.

Vielen Menschen standen die Tränen in den Augen, andere weinten bitterlich.

Neue Ziele

Unterstützung fand Liu bei den Medien Chinas. "Zurückziehen heißt nicht aufgeben", schrieben die "Peking News" und ergänzte:

"Wenn wir Zuschauer die Menschlichkeit akzeptieren, müssen wir Lius Entscheidung nachvollziehen können."

Liu erklärte, sich neue Ziele setzen zu wollen.

"Ich akzeptiere mein Scheitern nicht leichtfertig, ich stehe wieder auf, das ist mein Charakter", so der Weltmeister. Aber sein Schicksal könne er nicht ändern.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel