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Usain Bolt (r.) mit US-Sprinter Wallace Spearmon © getty

Fast aufreizend locker erreicht der Sprint-Superstar das 200-m-Finale. Für Donnerstag hat der Jamaikaner was Großes angekündigt.

Peking - Der goldene Blitz Usain Bolt läuft seinem nächsten Einschlag in die Geschichtsbücher entgegen.

Der Olympiasieger und Weltrekordler über 100 m zog am Dienstabend in Peking ohne Mühe und als Schnellster in den Endlauf über 200 m ein.

Der 21-Jährige kann am Donnerstag (15.10 Uhr MESZ) als neunter Sprinter beide Distanzen bei Olympia gewinnen. Zuletzt war dies Carl Lewis gelungen, 1984 in Los Angeles.

Der "Lightning Bolt" (Blitz) aus Jamaika erreichte in seinem Halbfinale ganz entspannt wie ein Jogger eine Zeit von 20,09 Sekunden und gab der Konkurrenz schon in diesem Rennen einen Vorgeschmack auf das Finale.

US-Boys in Schach gehalten

Die beiden amerikanischen Medaillenanwärter Shawn Crawford (20,12), Olympiasieger 2004, und Wallace Spearmon (20,14) liefen hinter Bolt über die Ziellinie.

Der Zeit des neuen Sprintstars am nächsten kam noch Churandy Martina von den Niederländischen Antilen (20,11).

Bereits weit vor der Ziellinie blickte Bolt im Halbfinale auf die große Anzeigetafel unter dem Stadiondach, um seine Konkurrenten zu kontrollieren.

"Ich werde schnell laufen"

"Jetzt gehe ich ins Finale und gewinne und werde schnell laufen", kündigte der neue Sprintstar kess an. Nach seinem Weltrekord über 100 m (9,69) scheint auch die Bestmarke über 200 m nicht außer Reichweite.

Die schnellste halbe Stadionrunde lief vor 12 Jahren in Atlanta der Amerikaner Michael Johnson (19,32).

Frauen-Duell Jamaika kontra USA

Im 200-m-Sprint der Frauen deutet alles auf einen erneuten Zweikampf zwischen Jamaika und den USA hin. Jeweils drei Läuferinnen aus den beiden Nationen qualifizierten sich für die Halbfinals am Mittwoch.

Schnellste war die 100-m-Zweite Sherone Simpson (Jamaika) in 22,60 Sekunden.

Felix ganz schnell

Überraschend schnell lief auch die bislang völlig unbekannte Russin Julia Tschermoschanskaja (22,63), mit ihrem Lauf lag sie als Siegerin noch vor Kerron Stewart (Jamaika/22,74), die sich Silber über 100 m mit Simpson geteilt hatte.

Die beste Leistung der drei Amerikanerinnen zeigte Dreifach-Weltmeisterin Allyson Felix (22, 74). Sprint-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser (Jamaika) ist auf dieser Strecke nicht am Start.

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