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Lolo Jones ging nach ihrem Halbfinalsieg als Favoriten in den Endlauf © getty

Die Favoritin über die 100 Meter Hürden verspielt kurz vor dem Ziel ihre große Chance. Eine Medaillenpremiere gibt es für Bahrain.

Peking - Wie ein Häufchen Elend kauert Hürdensprinterin Lolo Jones hinter der Ziellinie im "Vogelnest" von Peking.

Noch Sekunden zuvor sah die Hallen-Weltmeisterin von 2008 wie die sichere Siegerin aus - bis sie in die vorletzte Hürde trat und den eigentlich unterlegenen Konkurrentinnen doch noch das Feld überlassen musste.

So konnte sich Außenseiterin Dawn Harper (USA) als Olympiasiegerin feiern lassen, während Landsfrau Jones wenige Meter entfernt das größte Drama ihrer Sportlerkarriere durchleidet.

Silber sicherte sich die Australierin Sally McLellan, Bronze ging an Priscilla Lopes-Schliep aus Kanada.

Sport1.de fasst das übrige Leichtathletikgeschehen des Tages zusammen:

Robles ganz lässig

Zwei Tage nach dem Startverzicht von Chinas verletztem Athen-Olympiasieger Liu Xiang machte Kubas Hürden-Weltrekordler Dayron Robles deutlich, dass er sich wohl nur selbst schlagen kann.

Er gewann den Zwischenlauf mit der Lässigkeit eines Usain Bolt in 13,19 Sekunden.

Liu entschuldigt sich

Liu hatte sich am Mittwoch in ganzseitigen Anzeigen chinesischer Tageszeitungen entschuldigt.

"Es tut mir sehr, sehr leid. So viele Menschen haben mich unterstützt und wollten mich laufen sehen", ließ er über staatliche Medien ausrichten.

Erste Medaille für Bahrain

Rashid Ramzi hat dem Königreich Bahrain die erste Medaille in der Geschichte der Olympischen Spiele beschert.

Der WM-Zweite gewann Gold über 1500 m in 3:32,94 Minuten und verwies Asbel Kipruto Kiprop aus Kenia (3:33,11) und Nicholas Willis aus Neuseeland (3:34,16) auf die Plätze zwei und drei.

Weltmeister Bernard Lagat (USA) war genau wie der Berliner Carsten Schlangen im Halbfinale ausgeschieden.

Weltmeisterin gewinnt Olympia-Gold

Die britische Weltmeisterin Christine Ohuruogu hat bei den Olympischen Spielen mit ihrem Sieg über 400 m die 16. Goldmedaille für ihr Land gewonnen.

In 49,62 Sekunden verwies sie die Jamaikanerin Shericka Williams um sieben Hundertstelsekunden auf den zweiten Platz.

Die favorisierte Amerikanerin Sanya Richards musste sich in 49,93 Sekunden mit Bronze begnügen. Deutsche Läuferinnen waren auf dieser Strecke nicht am Start.

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