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Olga Kaniskina jubelt im Regen mit der russischen Fahne © getty

Es gießt in Strömen, doch für Olga Kaniskina ist das über 20 Kilometer Gehen kein Problem. Die Deutschen spielen keine Rolle.

Peking - Geherin Olga Kaniskina hat sich zum Auftakt des siebten Leichtathletik-Tages bei Olympia in Peking in einer Regenschlacht durchgesetzt und das fünfte Gold für Russland gewonnen.

Die 23 Jahre alte Weltmeisterin siegte über 20 Kilometer trotz wolkenbruchartiger Niederschläge in der hervorragenden Zeit von 1:26:31 Stunden.

Silber gewann wie 2000 in Sydney in 1:27:07 die Norwegerin Kjersti Plätzer, Bronze in 1:27:12 wie bei der EM 2006 die Italienerin Elisa Rigaudo.

Die beiden deutschen Geherinnen spielten keine Rolle.

Zimmer auf rang 15

An Position 15 kam die frühere Junioren-Weltmeisterin Sabine Zimmer (Wattenscheid) in 1:30:19 ins Ziel.

Vier Jahre nach ihrem glänzenden fünften Rang von Athen landete die Potsdamerin Melanie Seeger in 1:31:56 nur auf dem 23. Platz.

"Überall Pfützen"

Sabine Zimmer meinte: "Überall waren Pfützen auf der Strecke. Ich bin deshalb mit der Zeit nicht unzufrieden, aber nur einen Platz besser als in Athen."

Melanie Seeger war frustriert: "Das war das unfairste Rennen meiner Karriere. Dass so viele so schnell sind, das kann eigentlich nicht sein. Ich hoffe irgendwann werden die Karten auf den Tisch gelegt und einige ausgebremst. Mit meiner Zeit von vor vier Jahren wäre man hier nur 15. geworden."

Kaniskina setzt sich früh ab

Olga Kaniskina, 2006 noch Vize-Europameisterin, aber spätestens seit ihrem WM-Sieg 2007 die überragende Geherin auf der internationalen Szene, hatte in diesem Jahr auch beim Weltcup gesiegt.

Die Mathematik-Studentin aus Sargansk setzte sich schon früh vom Feld ab, erst lange Zeit mit 40 Sekunden Vorspung vor dem großen Feld.

Liu Hong verpasst Medaille

Trotz der wolkenbruchartigen Regenfälle verfolgten rund 80.000 Zuschauer im Vogelnest und Tausende am Wendekurs außerhalb der 91..000-Mann-Arena den zeitlich mit dem Zehnkampf-Auftakt gekoppelten Wettbewerb.

Vergeblich drückten viele unter ihnen Liu Hong die Daumen, doch als Vierte in 1:27:17 verpasste diese Chinas drittes Leichtathletik-Bronze um fünf Sekunden. Damit schrammte das Gastgeberland zum vierten Mal im Vogelnest um einen Platz an einer Medaille vorbei.

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