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Topfavorit Bryan Clay ist im Zehnkampf schon auf 9000-Punkte-Kurs © getty

Der amerikanische Zehnkampf-Favorit geht als Führender in den zweiten Tag. Ein Deutscher Newcomer hält sich überraschend gut.

Peking - Aus dem deutschen Zehnkampf-Trio ist schon am ersten Tag des olympischen Zehnkampfes ein Duo geworden.

Der Ulmer Arthur Abele musste vor dem 400-m-Lauf wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel aufgeben.

Chancen auf eine Top-Acht-Platzierung hat nach den ersten fünf Übungen vor allem Newcomer Michael Schrader, der Achter mit 4279 Punkten ist und einem Ergebnis von 8250 entgegenstrebt.

Vor einem klaren Sieg steht der ehemalige Weltmeister Bryan Clay aus den USA, dessen Zwischenmarke von 4521 auf glänzende 8900 Punkten hindeutet.

"Unter aller Sau"

Er führt vor Andrei Krautschanka (Weißrussland/4433) und dem Amerikaner Trey Hardee (4428). Roman Sebrle, Tschechiens Weltrekordler und Olympiasieger von Athen, ist Fünfter (4312).

Probleme hatte am ersten Tag der ehemalige Hallen-Weltmeister Andre Niklaus (Berlin), dessen 4079 Punkte rund 100 Zähler unter Bestleistungskurs (8371) sind.

"Mein Kugelstoßen war unter aller außer Sau", meinte der 26-Jährige nach nur 13,23 m.

"Irgendwo zwischen Weitsprung und Kugelstoßen habe ich meine Spannung verloren und erst beim Hochsprung wiedergefunden." Im Großen und Ganzen sei er jedoch zufrieden.

Schrader schlägt sich wacker

Achtbar schlug sich der vom ehemaligen Weltmeister Torsten Voss trainierte Michael Schrader: "Es ist super gelaufen, bis auf die 400 Meter."

Dabei musste der 21-Jährige mit 48,47 Sekunden den Anstrengungen Tribut zollen.

"Ich will jetzt nochmal 4000 Punkte drauflegen, dann ist eine neue Bestleistung möglich. Ich war ziemlich gut drauf in der letzten Zeit. Ich mache mein eigenes Ding. "

Druck spüre er nicht: "Das kann vielleicht passieren, wenn es in vier Jahren hoffentlich um eine Medaille geht."

Medaillenkandidaten bleiben auf der Strecke

Bryan Clay glänzte über 100 m in 10,44 Sekunden, sprang 7,78 m weit und trumpfte auch im Kugelstoßen mit 16,27 m auf, baute dann aber mit 1,99 m im Hochsprung und 48,92 über 400 leicht ab.

Drei Medaillenkandidaten blieben bereits auf der Strecke. Der frühere Weltmeister Tom Pappas (USA) gab nach dem Weitsprung auf.

Keinen gültigen Versuch verzeichneten hier der zweimalige WM-Dritte Dmitri Karpow (Kasachstan) und der EM-Zweite Attila Zsivoczky (Ungarn).

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