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Danny Ecker (l.) und Raphael Holzdeppe belegten bei der DM Platz zwei und drei © imago

Die Stabhochspringer Danny Ecker und Raphael Holzdeppe hegen für das Finale am Freitag leise Hoffnungen auf Bronze.

Peking - Mit vorsichtigem Optimismus gehen der WM-Dritte Danny Ecker und U20-Weltmeister Raphael Holzdeppe nach der erfolgreich gemeisterten Stabhochsprung-Qualifikation ins Finale am Freitag (ab 13.55 LIVE).

"Die Saison lief jetzt nicht so geschmeidig, dass ich große Ansagen machen würde, aber durch das Aus von Weltmeister Brad Walker ist vielleicht eine Medaille möglich", sagt der Leverkusener Ecker.

Unschlagbar sind aus seiner Sicht von den zwölf Konkurrenten nur der Russe Jewgeni Lukjanenko und der Australier Steven Hooker, die beide 2008 schon 6,00 Meter überquerten: "An ihnen führt kein Weg vorbei."

Finale ohne Lobinger

Das Duo Ecker/Holzdeppe, das sich im olympischen Dorf ein Zimmer teilt, meisterte in der Qualifikation jeweils 5,65 Meter.

Routinier Tim Lobinger (München) riss diese Höhe und schied bei seiner vierten Olympia-Teilnahme erstmals in der Qualifikation aus.

Sommerferien für Olympia verlängert

Abgebrüht wie ein Routinier präsentiert sich dagegen der erst 18-jährige Holzdeppe. "Vorher habe ich gedacht, ein fünfter Platz wäre schön, aber jetzt denke ich, vielleicht geht sogar noch mehr", sagt der Schüler des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums.

Sein Direktor musste ihm für die Reise nach Peking extra die Sommerferien verlängern. Gefragt nach seinem Erfolgsrezept, antwortet Holzdeppe: "Erstens meine Schnelligkeit, zweitens die Tatsache, dass ich mir keinen Kopf mache und einfach springe."

Ecker endlich schmerzfrei

Für Ecker ist der junge Kollege ein Phänomen: "Ihm brauche ich keine Tipps mehr zu geben, ich muss mir höchstens von ihm welche holen, wie man es schafft, so abgeklärt zu sein."

Ecker selbst hat seine Beschwerden an der Achillessehne auskuriert und verspürt keine Schmerzen mehr. Seit der DM Anfang Juli hat er wegen der Verletzung nur einen Wettkampf bestreiten können.

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