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Geher Andre Höhne wird über 50 km Zwölfter © getty

Beim Geher-Sieg des Italieners Alex Schwazer erreicht Andre Höhne als 12. die beste deutsche Platzierung. Aber er ärgert sich.

Peking - Der Südtiroler Alex Schwazer gewann bei der Hitzeschlacht im 50-km-Gehen Italiens erstes Leichtathletik-Gold in Peking.

Der 23 Jahre alte Carabinieri steigerte in 3:37:09 Stunden den 20 Jahre alten Olympischen Rekord um 40 Sekunden, als er bei Temperaturen von 27 Grad bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit das Ziel erreichte.

Silber hinter dem zweimaligen WM-Dritten gewann der Australier Jared Tallent in 3:39:27 nach Platz drei über 20 km sechs Tage zuvor. Bronze ging nach 3:40:14 an den Russen Denis Nischegorodow, 2004 Zweiter in Athen.

Andre Höhne landete nach dem enttäuschenden 25. Platz über 20 km diesmal auf dem 12. Rang.

Höhne mit bester deutscher Platzierung

Der Berliner Sportsoldat, bei Olympia 2004 in Athen auf der langen Strecke disqualifiziert, kämpfte sich kontinuierlich nach vorn und ging nach zwei Verwarnungen Gefahr, disqualifiziert zu werden.

Der 30-Jährige erreichte damit die beste Platzierung der deutschen Geher, nachdem am Vortag Sabine Zimmer (Wattenscheid) über 20 km auf Rang 15 gelandet war.

"Wenn sie nicht erwischt werden, sind sie sauber"

Andre Höhne hat nach dem Rennen ein schärferes Vorgehen gegen Doping gefordert. "Wir brauchen unbedingt weltweite Trainingskontrollen. Es kann nicht sein, dass nur wir Deutsche die haben", sagte der Berliner: "Wenn wir keine weltweiten Trainingskontrollen haben, können wir machen, was wir wollen und uns die Beine ausreißen." Siegchancen bestünden dann kaum.

Was er zu den Zeiten der Medaillengewinner sage, wurde der einzige deutsche Teilnehmer gefragt. "Gut", meinte Höhne und grinste vielsagend, fügte aber hinzu: "Wenn sie nicht erwischt werden, sind sie sauber."

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