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Für Ludmilla Blonska ist es bereits das zweite Doping-Vergehen © getty

Die ukrainische Siebenkämpferin verliert endgültig die Silbermedaille. Ihr droht eine lebenslange Sperre.

Peking - Die ukrainische Siebenkämpferin Ludmilla Blonska hat ihre Silbermedaille verloren und ist von den Olympischen Spielen in Peking ausgeschlossen worden.

Diese Entscheidung traf die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Freitag, nachdem in A- und B-Probe der 30-Jährigen die anabole Substanz Methyltestosteron gefunden worden war.

Sie durfte am Freitag nicht mehr im Weitsprung-Finale starten. Zudem behält sich das IOC Sanktionen gegen ihren Trainer und Ehemann Sergej Blonski vor.

Da Ludmilla Blonska Wiederholungstäterin ist, steht ihr nun eine lebenslange Sperre bevor. Sie war schon zwischen 2003 und 2005 wegen Dopings von Wettkämpfen ausgeschlossen gewesen.

Lilli Schwarzkopf rückt auf Platz 8 vor

Auf den Silber-Rang hinter Überraschungssiegerin Natalja Dobrynska (ebenfalls Ukraine) rückt damit die Amerikanerin Hyleas Fountain (USA) vor, Bronze erhält die Russin Tatjana Tschernowa (Russland).

Neue Achte ist Lilli Schwarzkopf aus Paderborn, Jennifer Oeser (Leverkusen) verbessert sich auf Platz elf, Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg) auf 17.

Insgesamt haben die Olympischen Spiele bisher neun Dopingfälle: Die spanische Radsportlerin Maria Isabel Moreno (EPO), den nordkoreanischen Pistolenschützen und zweifachen Medaillengewinner Kim Jong-Su (Betablocker Propranolol), die vietnamesische Kunstturnerin Do Thi Ngan Thuong (Diuretikum) und die griechische 400-m-Hürdenläuferin (Anaboles Steroid Methyltrienolon).

Nowegen zittert

Hinzu kamen die Fälle bei den Springreitern in Hongkong. Drei Medaillen wurden deshalb im Nachhinein schon neu verteilt. Silber von Blonska, Silber und Bronze von Kim Jong-Su mit der freien Pistole und der Luftpistole.

Norwegen droht zudem der Verlust von Team-Bronze im Reiten.

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