Nach dem Protest von Ulrike Meyfarth und diverser Kritik an der Olympia-Nominierung von Ariane Friedrich verteidigt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die Nominierung der deutschen Hochsprung-Rekordlerin (2,06 m) mit fachlichen Argumenten.
Sportdirektor Thomas Kurschilgen machte deutlich, Kritik sollte sachgerecht sein und sich auf der Basis des Wissens um Kriterien vollziehen. Fakt sei, dass Ariane Friedrich nach dem Achillessehnenriss 2010 im Olympiajahr mit 1,92 m zweimal die B-Norm der Nominierungsrichtlinien des DLV erfüllt habe - und das mit verkürztem Anlauf.
"Widrige Wetterverhältnisse und zuletzt eine Magen-Darm-Infektion haben dann ihre sportliche Weiterentwicklung in erheblichem Maße gestört", stellt Kurschilgen fest. Ihre wesentlichen Zubringerleistungen im Trainingsprozess ließen jedoch einen deutlichen Leistungsanstieg in den folgenden Wochen prognostizieren:
"Mit ihrer derzeitig realisierten Leistung von 1,92 m nimmt sie derzeit den 13. Platz in der Weltbestenliste ein, mit der geforderten Normanforderung ist eine Platzierung unter den Top Neun der Weltbestenliste gegeben."
Kurschilgen folgert: "Bei einer weiteren Formentwicklung von Ariane im methodischen Trainingsaufbau und der hohen internationalen Wettkampfkompetenz sehen wir für sie ein Leistungsniveau zwischen 1,95 und 1,97 Metern zu den Olympischen Spielen 2012. Hieraus können wir auf der Basis der Analysen der Weltmeisterschaften und der Olympischen Spiele der letzten acht Jahre sowie der besonderen Bewertung des aktuellen Weltstandes im Hochsprung die Prognose der Finalfähigkeit ableiten."

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