Starke Olympia-Generalprobe der deutschen Sprinter: Nachdem Staffel-Vizeeuropameister Julian Reus in 10,09 Sekunden nur hauchdünn am knapp 27 Jahre alten deutschen Rekord über die 100 m vorbeigeschrammt war, pulverisierte das deutsche Quartett über 4x100 m die 30 Jahre alte Bestmarke in 38,02 Sekunden.

Auch die ehemalige 100-m-Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) präsentierte sich im letzten Testwettkampf der deutschen Sprinter und Springer in Weinheim/Bergstraße in Topform und setzte in 11,05 (1,4 m/s Rückenwind) eine persönliche Bestleistung.

Mit Reus als Startläufer sowie Tobias Ungerer (Stuttgart), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Lucas Jakubczyk (Berlin) war das EM-Silber-Quartett von Helsinki gleich 27 Hundertstel schneller als Thomas Schröder, Detlef Kübeck, Olaf Prenzler und Frank Emmelmann (38,29) am 9. Juli 1982 in Karl-Marx-Stadt.

Seinen Rekord über 100 m darf Emmelmann dagegen noch behalten. Allerdings war der 24-jährige Reus vom TV Wattenscheid bei erlaubten 0,7 m/s Rückenwind in 10,09 Sekunden nur drei Hundertstel langsamer als Emmelmann, dessen 1985 in Berlin gelaufene 10,06 immer noch Bestand haben.

Reus setzte sich auf Platz zwei der "ewigen" deutschen Bestenliste über die kurze Sprintstrecke. Der ehemalige Junioren-Europameister hatte bislang 10,25 als Bestzeit zu Buche stehen, gelaufen in diesem Jahr bei der DM in Wattenscheid.

In Sailers Windschatten steigerte sich ihre Mannheimer Teamkollegin Anne Cibis auf 11,17. Zusammen mit Leena Günther (Köln/11,41) und Tatjana Pinto (Münster/11,31) hatte das Duo im Juni EM-Gold in der Staffel gewonnen.

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