Christina Obergföll ist mit gestärkter Psyche und dem Erfolgsrezept des Diskus-Favoriten Robert Harting ins Speerwurf-Finale eingezogen: ein Wurf, ein Treffer.
"Die 66,18 m waren gut für den Kopf. Ich bin mir am Donnerstag was schuldig, nachdem ich in den letzten Jahren oft meine Leistung nicht gebracht habe", sagte die Frau, die 2008 in Peking die einzige Medaille im desaströsen deuschen Leichtathletik-Team gewonnen hatte, mit Blick auf das Finale (21.00 OZ/22.00 MESZ).
Die dreimalige WM-Zweite aus Offenburg hatte nach dem WM-Fehlschlag 2011 in Daegu verstärkt mit dem Heidelberger Psychologen Hans Eberspächer zusammengearbeitet.
"Ich weiß jetzt mit einigen Dingen anders umzugehen", sagt die 30-Jährige.
Mehr als Bronze erwartet sie jedoch in London im Normalfall nicht: "Ich bin sicher, dass man für Silber 70 m werfen muss. Ob ich das drin habe, kann ich jetzt nicht sagen."
Mit neuer Saisonbestleistung von 64,78 m zog auch Linda Stahl ins Finale ein, die Ende Juni in Helsinki hinter der EM-Zweiten Obergföll Bronze gewonnen hatte.
"Nie habe ich im ersten Versuch so weit geworfen. Nun will ich im Finale möglichst noch zwei bis drei Meter drauflegen. Acht kämpfen um die Medaillen, vorne werden sich Weltrekordlerin Barbara Spotakova und die Russin Maria Abakumowa sicher wieder ein heißes Duell liefern", sagte Stahl.

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