Ohne den mittlerweile fünfmaligen Olympiasieger Usain Bolt, dafür aber mit dem zweimaligen Silbermedaillengewinner Yohan Blake hat sich Weltmeister Jamaika für das Finale der 4x100-m-Staffeln am Samstag qualifiziert.
Das deutsche Quartett mit Julian Reus (Wattenscheid), Tobias Unger (Stuttgart), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Lucas Jakubczyk (Berlin) scheiterte dagegen in 38,37 Sekunden als Siebter seines Laufs.
Ende Juli hatte das DLV-Quartett noch in 38,02 Sekunden den 30 Jahre alten deutschen Rekord geknackt.
"Wir haben kein schlechtes Rennen gemacht, aber wir wollten ins Finale. Das haben wir nicht geschafft, deswegen können wir nicht ganz zufrieden sein", sagte Reus.
Jamaika gewann seinen Lauf in der Besetzung Nesta Carter, Michael Frater, Blake und Kemar Bailey-Cole in 37,39 Sekunden.
Allerdings machte die USA mit Jeffrey Demps, Darvis Patton, Trell Kimmons und Justin Gatlin wenige Minuten später mit Landesrekord von 37,38 deutlich, dass der Kampf um Gold spannend werden könnte. Es waren die viert- und fünftbesten jemals gelaufenen Staffelzeiten.
Im Finale stehen ebenfalls die Niederlande (38,29) mit neuem Landesrekord. Dagegen wurde die zunächst zweitplatzierte Staffel von Großbritannien wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert.
Auch Polen (38,31) reichte ein neuer Landesrekord nicht zum Finaleinzug.
Bei der WM 2011 in Daegu hatte Jamaika den Titel in der Weltrekordzeit von 37,04 Sekunden gewonnen.
Auf der schnellen Bahn im Londoner Olympiastadion könnte diese Zeit wackeln."Das wäre doch wieder ein schöner Abschluss", hatte Bolt nach seinem Sieg über die 200 m gesagt.
Der 25-Jährige könnte mit Staffelgold seinen Hattrick von Peking wiederholen und seine insgesamt sechste Goldmedaille gewinnen.

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