Schwimmerin Vipa Bernhardt sieht sich in ihrem juristischen Kampf um Olympia im Recht - auch wenn ihre Konkurrentin schneller war. Probleme im Team nimmt sie in Kauf: "Damit muss ich klarkommen."

Frankfurt/Main - Die vor Gericht um ihren Olympiastart kämpfende Schwimmerin Vipa Bernhardt sieht sich "im Recht" - auch wenn Konkurrentin Anne Poleska bei der Qualifikation für Peking schneller war.

"Das stimmt, aber sie hat sich meiner Meinung nach nicht an alle Regeln gehalten", sagte Bernhardt der "Bild" und verteidigte das juristische Vorgehen.

Dass sie im Falle einer Olympia-Nominierung Probleme im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) haben könnte, nimmt Bernhardt in Kauf.

"Damit muss ich irgendwie klarkommen. Ich glaube, der Kampf lohnt sich trotzdem: Olympia ist immer eine tolle Sache", erklärte die 25-Jährige, die keinen Kontakt zu Poleska aufgenommen hat.

Entscheidung bis Sonntag

Bernhardt hatte den DSV per Einstweiliger Verfügung gezwungen, sie beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die Nominierung für Peking vorzuschlagen.

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Der DOSB muss bis Sonntag über den Fall entscheiden. Sowohl DOSB-Präsident Thomas Bach als auch die Athleten des DSV-Teams hatten die Vorgehensweise von Bernhardt zum Teil scharf kritisiert.

Verletzung der Statuten

Bernhardt versucht den Startplatz von Poleska zu bekommen.

Sie wirft der Olympiadritten von Athen vor, dass diese mehrfach in den USA für den Coral Springs Swimclub an den Start gegangen ist.

Nach den Statuten des DSV wäre Poleska in diesem Fall bei der Olympia-Qualifikation in Berlin nicht startberechtigt gewesen.

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