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Britta Steffen war Erste nach den ersten 100 Meter © getty

"Schneller als schnell schwimmen kann ich eben nicht", sagt Antje Buschschulte. Das 4x100-m-Freistil-Quartett ist absolut chancenlos.

Peking - Es hat nicht sollen sein. Am ersten Tag, an dem Medaillen im Schwimmen bei den 29. Olympischen Spielen vergeben wurden, ging der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) leer aus.

Das 4x100-m-Freistil-Quartett der Frauen um Britta Steffen landete nach Platz zwei in den Vorläufen im Finale trotz einer ansprechenden Leistung auf Rang fünf.

Steffen sowie Meike Freitag, Daniela Götz und Antje Buschschulte schlugen in 3:36,85 Minuten an.

Gold ging erstmals seit 72 Jahren wieder an die Niederlande, die in 3:33,76 Minuten ihren eigenen Weltrekord nur um 14 Hundertstelsekunden verpassten.

Platz zwei belegten die USA in 3:34,33, Bronze holte sich Athen-Sieger Australien in 3:35,03. Vierter wurde China.

"Es hat nicht sollen sein"

"Wir haben uns mehr vorgenommen und haben uns sehr gut gefühlt", sagte Steffen, die als Erste ins Becken gegangenen war und nach 100 Metern führte.

Auch Meike Freitag übergab als Erste, Daniela Götz aber verlor an Boden und fiel auf Rang fünf zurück.

"Natürlich haben wir gehofft, an Bronze zu kommen. Es hat nicht sollen sein", sagte Freitag. Auch Antje Buschschulte konnte an der Platzierung nichts mehr ändern.

Schneller als schnell geht nicht

"Schneller als schnell schwimmen kann ich eben nicht", sagte Buschschulte.

Michael Phelps hatte mit einem Paukenschlag die Schwimm-Entscheidungen eröffnet.

Nach sechs Triumphen in Athen schlug der 23-Jährige am Samstag über 400 Meter Lagen nach 4:03,84 Minuten an und verbesserte damit seine eigene Bestmarke vom 29. Juni dieses Jahres in Omaha um 1,41 Sekunden.

Silber für einen Ungarn

Silber ging an den Ungarn Laszlo Cseh, der seinen eigenen Europarekord auf 4:06,16 Minuten schraubte.

Bronze holte sich Ryan Lochte aus den USA in 4:08,09. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.

Auch Rice mit Weltrekord

Stephanie Rice gewann mit einem Weltrekord die Goldmedaille über 400 m Lagen.

Die 20 Jahre alte WM-Dritte aus Brisbane unterbot in 4:29,45 Minuten die alte Bestmarke der drittplatzierten US-Amerikanerin Katie Hoff um 1,67 Sekunden.

Silber ging in 4:29,89 Minuten an Kirsty Coventry aus Simbabwe, die vier Jahre zuvor in Athen über 200 m Rücken triumphiert hatte.

Katie Hoff gewinnt nur Bronze

Die favorisierte Katie Hoff musste sich in 4:31,71 mit Bronze begnügen.

Weltmeister Park Taehwan aus Südkorea gewann Gold über 400 m Freistil.

In 3:41,86 Minuten siegte der 18-Jährige vor dem Chinesen Zhang Lin (3:42,44) und dem Vorlaufschnellsten Larsen Jensen aus den USA (3:42,78).

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