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Die anderen sind nur Nebendarsteller: Phelps mit seinem zehnten Gold © getty

Elf Mal ganz oben aufs Treppchen - kein anderer hat mehr Gold gewonnen als er. Michael Phelps einen neuen Olympia-Rekord aufgestellt.

Peking - Michael Phelps ist der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten!

Der Amerikaner gewann am Mittwoch vor den Augen der US-Basketballer die 200 Meter Schmetterling und mit der 4x200-Meter-Staffel und holte sich seine damit seine zehnte und elfte Goldmedaille!

2004 hatte er in Athen sechs Mal ganz oben gestanden, bei diesen Spielen sind es die Goldmedaillen Nummer vier und fünf.

Phelps verdrängte damit die frühere UdSSR-Kunstturnerin Larissa Latynina (9 Gold, 5 Silber, 4 Bronze) vom Thron.

In Peking will der Ausnahmeschwimmer seinen bisherigen fünf Olympiasiegen noch drei weitere folgen lassen und damit den Rekord seines Landsmannes Mark Spitz brechen, der 1972 in München siebenmal gewann.

Fabel-Weltrekord mit der Staffel

Der 23-jährige Phelps verbesserte über 200 Meter Schmetterling erneut den Weltrekord (1:52,03 Minuten). Er verwies den Ungarn Laszlo Cseh in 1:52,70 Minuten und den Japaner Takeshi Matsuda in 1:52,97 auf die Plätze.

"Ich konnte auf den letzten 100 m nichts mehr sehen, weil sich die Brille mit Wasser gefüllt hat", erklärte Phelps. "Ich wollte zwar unter 1:52 Minuten bleiben, aber unter diesen Umständen war das Rennen nicht schlecht."

Anschließend gewann Phelps auch mit der 4x200-Meter-Staffel in Weltrekordzeit (6:58,56 Minuten) Gold. Die USA setzten sich deutlich gegen Russland (7:03,70/Europarekord) und Australien (7:04,98) durch.

Das amerikanische Quartett blieb als erstes unter der magischen Sieben-Minuten-Schallmauer.

Rekorde purzeln weiter

Zuvor waren über 100 Meter Freistil die Bestzeiten gepurzelt: Zunächst schwamm der Franzose Alain Bernard im Halbfinale Weltrekord, dann konterte der Australier Eamon Sullivan.

Bernard legte eine Zeit von 47,20 Sekunden vor, Sullivan schraubte die Marke auf 47,05.

Vor Olympia hatte Bernard den Weltrekord (47,50) gehalten. Sullivan hatte den Rekord am Montag als Startschwimmer der 4x100m-Freistilstaffel auf 47,24 verbessert.

Auch Pellegrini mit Weltrekord

Die Italienerin Federica Pellegrini gewann in Weltrekordzeit von 1:54,82 Minuten die Goldmedaille über 200 m Freistil. Die Vizeweltmeisterin verbesserte ihre eigene Bestleistung aus dem Vorlauf um 63 Hundertstelsekunden.

Silber ging an die Slowenin Sara Isakovic in 1:54,97, Bronze in 1:55,05 an die Chinesin Pang Jiaying. Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Die Würzburgerin Annika Lurz scheiterte als 22. ebenso im Vorlauf wie Petra Dallmann aus Heidelberg auf Rang 24.

Und noch ein Weltrekord

Über 200 Meter Lagen gewann die Australierin Stephanie Rice. Mit der Siegerzeit von 2:08,45 Minuten verbesserte die 20-Jährige aus Brisbane ihre eigene Bestmarke vom 25. März dieses Jahres um 47 Hundertstelsekunden.

Zum dritten Mal Silber in Peking gewann Kirsty Coventry aus Simbabwe in 2:08,59 Minuten. Bronze ging in 2:10,34 an die 100-m-Rücken-Olympiasiegerin Natalie Coughlin aus den USA.

Die beiden deutschen Starterinnen waren im Vorlauf ausgeschieden. Katharina Schiller aus Hildesheim belegte den 30. Platz, Sonja Schöber aus Dortmund landete auf Rang 34.

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