vergrößernverkleinern
Britta Steffen war als Drittschnellste in Finale eingezogen © getty

Nicht zu glauben: Jetzt ist Britta Steffen Doppel-Olympiasiegerin. Über 50 Meter Freistil gewinnt sie ein Herzschlagfinale.

Von Michael Schwartz

Peking/München - Goldener Auftakt für das deutsche Team in den Super-Sunday bei Olympia 2008:

Britta Steffen hat sich am Vormittag ihr zweites Gold in Peking geholt.

Im Aquatic Center triumphierte die Berlinerin zwei Tage nach ihrem Sieg über 100 Meter Freistil auch über die Sprintstrecke 50 Meter Freistil. Damit ist sie der erste Doppel-Olympiasieger des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) seit Michael Groß 1984.

Zuletzt hatte Kristin Otto für die damalige DDR bei ihren sechs Siegen 1988 in Seoul als letzte deutsche Schwimmerin mehrfaches Gold geholt.

Ein Herzschlagfinale

Abermals setzte sich Steffen in einem Herzschlagfinale durch.

Dank des letzten Zuges schob sich die 24-Jährige noch an Top-Favoritin Dara Torres vorbei und siegte in 24,06 Sekunden mit einer Hundertstel Vorsprung.

Bei der Siegerehrung strahlte Steffen. Diesmal wirkte sie gefasster, stimmte sogar in die Nationalhymne ein.

Bei den letzten Tönen schloss sie die Augen, dann reckte sie beide Arme in die Höhe und winkte den Zuschauern entgegen, die sie feierten.

Bronze nach Australien

Bronze ging nach Australien: Cate Campbell wurde in 24,16 Sekunden Dritte.

"Das ist gigantisch", jubelte Britta Steffen. Sie verbesserte zugleich den fünf Monate alten Europarekord der Niederländerin Marleen Veldhuis um drei Hundertstelsekunden.

"Bei mir war der Kopf schon immer alles entscheidend. Körperlich war ich eigentlich schon immer fit. Ich bin so froh, dass sich die ganze Arbeit so auszahlt. Das ist einfach der Hammer."

An diesem Sonntag werden in 37 Entscheidungen Medaillen vergeben, so viele wie an keinem anderen Tag der Spiele 2008.

Auf Bahn drei

Steffen war auf der Bahn drei ins Rennen gegangen.

Sie war von Beginn an vorn dabei.

"Ich habe gesehen, dass Lisbeth Trickett nach 25 Metern genau neben mir war. Ich habe mir gesagt: Auf den letzten zehn Metern wird das Rennen entschieden", so Steffen.

"Ich habe mir gesagt: Wenn ich jetzt alles gebe, kann das eine Medaille bedeuten."

Es wurde Gold.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel