vergrößernverkleinern
Thomas Lurz wurde sechs Mal in seiner Karriere Weltmeister © getty

Den Gold-Traum kann sich Topfavorit Thomas Lurz über 10 Kilometer nicht erfüllen. Es reicht aber zu einem Podestplatz.

Von Michael Schwartz

Peking - Als Thomas Lurz nach zehn Kilometern im Shunyi Rowing-Canoeing Park aus dem Wasser stieg, wirkte er erschöpft. Und doch konnte man die Freude in seinem Gesicht erkennen.

Der als Topfavorit gestartete Würzburger verpasste zwar die erhoffte Goldmedaille um zwei Sekunden.

Immerhin gab es für Lurz aber Bronze und damit die 29. Medaille für die deutsche Mannschaft.

"Es fehlt ein Quäntchen"

"Bei Olympia kann man, wenn man eine Medaille holt, nur von Gewinnen sprechen. Ich habe nicht Gold verloren. Ich freue mich tierisch über Bronze und bin überglücklich", sagte Lurz. "Es fehlte ein Quäntchen."

Trotz eines tollen Schlussspurts konnte der sechsmalige Weltmeister Lurz David Davies aus Großbritannien nicht mehr einfangen.

Gold holt ein Niederländer

Gold aber geht in die Niederlande: Maarten van der Weijden siegte in 1:51:51,6 Stunden mit zwei Körperlängen Vorsprung vor Davies.

Bei Regen erlebten die Zuschauer ein spannendes Rennen. Lurz hielt sich taktisch geschickt immer in der Spitzengruppe, ohne aber auf den ersten zwei der vier Runden selbst das Tempo machen zu müssen. Zwar übernahm er für kurze Phasen Rang eins, ließ sich dann aber wieder zurückfallen.

Für das Tempo sorgte zunächst Davies und später der Grieche Spyridon Gianniotis.

Letzterer konnte das hohe Tempo auf der letzten Runde aber nicht mehr mitgehen.

Packendes Finish

Davies setzte sich auf den letzten 1000 Metern leicht ab. Lurz konnte nicht folgen, dafür aber Maarten van der Weijden.

Der Niederländer ging auf den letzten 500 Metern schließlich in Führung. Nun kam auch Lurz auf, der Davies attackierte, den Briten aber auf den letzten Metern nicht mehr einfangen konnte.

Beide mussten van der Weijden ziehen lassen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel