Vor ihrem Debüt musste sich Alexandra Wenk das eine oder andere Mal kneifen.

"Vor vier Jahren habe ich als 13-Jährige noch davon geschwärmt, jetzt stehe ich selber auf dem Startblock, das ist ein Traum", sagte die jüngste deutsche Schwimmerin, die am Samstag in London erstmals unter den Ringen ins Becken springt.

Über 100 m Schmetterling erhält die Münchnerin ihren ersten Einzelstart, obwohl sie sich eigentlich nur für die Lagenstaffel qualifiziert hatte.

Bei den deutschen Meisterschaften im Mai hatte die 17 Jahre alte Gymnasiastin den Titel gewonnen und dabei die A-Norm des Weltverbandes Fina unterboten.

Damit ist sie trotz verpasster Richtzeit des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei Olympia startberechtigt.

Die Münchnerin gilt als eines der größten Talente im DSV. Bei der Junioren-EM 2011 gewann sie Gold, bei der WM Bronze. Und auch mit den ganz Großen stand sie schon ganz oben auf dem Treppchen.

Bei der EM in Debrecen vor zwei Monaten gehörte sie zur goldenen Lagenstaffel mit Britta Steffen. Die Doppel-Olympiasiegerin durfte 2000 bei ihren ersten Spielen als 16-Jährige nur in der Staffel starten.

Wenk will in London vor allem lernen: "Dann kann ich 2016 oder 2020 vielleicht auch mal im Finale oder auf dem Podest stehen."

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