Helge Meeuw zieht seine letzten olympischen Bahnen, Jan-Philip Glania gibt sein Debüt: Obwohl die beiden Rückenschwimmer nur vier Jahre trennen, treffen am Sonntag im Londoner Olympia-Pool zwei Generationen aufeinander.

Vize-Europameister Meeuw nimmt mit 27 Jahren Abschied von den Olympischen Spielen und will im dritten Anlauf das Finale erreichen, Newcomer Glania seinem Vorbild erneut den Rang ablaufen.

"Ins Finale würde ich es doch ganz gerne schaffen, natürlich", sagte Meeuw, der in Athen und Peking den Endlauf verpasste:

"Und dann möchte ich natürlich der schnellere Rückenschwimmer aus Deutschland sein und die Lagenstaffel wieder schwimmen."

Bislang steht Glania über 100 m als Nummer acht der Welt drei Zehntel vor Meeuw, der mit der prestigeträchtigen Staffel im vergangenen Jahr WM-Bronze holte.

Sein 23 Jahre alter Konkurrent stieß ihn im Mai bei der DM vom Thron, raubte ihm zudem über 200 m den deutschen Rekord.

"Das hat mich schon gestört", gab Meeuw zu. Der Magdeburger qualifizierte sich dann als EM-Zweiter noch für Olympia und sagte vor dem Duell in London: "Abgerechnet wird bei den Olympischen Spielen."

Während Meeuw höchstens noch bei der WM 2013 in Barcelona antreten will, gibt Glania sein internationales Debüt auf der Langbahn.

Entsprechend vorsichtig äußert er sich zu seinen Zielen. "Wenn ich an die Zeiten der DM herankäme oder sogar darüber hinaus, wäre es super", sagte der Frankfurter, der vor allem über 200 m als Weltranglistenfünfter auf einen Finalplatz spekuliert: "Aber es wird eng."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel