Nach dem Auftakt-Debakel der deutschen Schwimmer bei Olympia hat Leistungssportdirektor Lutz Buschkow die eigenen Trainer hart kritisiert.

"Man kann bei Olympischen Spielen keinen einzigen Lauf taktisch schwimmen, dazu reicht der Leistungsstand nicht aus", sagte Buschkow am Sonntagmittag im Aquatics Centre: "An der Stelle haben wir Fehler gemacht, die nicht unbedingt nötig waren."

Am Samstag waren Weltrekordler Paul Biedermann und die Freistilstaffel um Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen schon im Vorlauf ausgeschieden, dabei hatte Biedermann eine neue Taktik ausprobiert, Steffen sollte nicht mit voller Kraft schwimmen.

"Man muss jedes Rennen machen, als wenn es das letzte sein kann", sagte Buschkow weiter. "Solche Fehler sollte man nur einmal machen."

Der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) hatte am Samstagnachmittag zu einer Mannschaftssitzung geladen, bei der die Fehler deutlich angesprochen wurden.

Danach sieht er seine Schwimmer wieder auf einem besseren Weg.

"Die Mannschaft hat den Ernst der Lage erkannt", sagte er. Am Sonntagmorgen erreichten immerhin vier Schwimmer und die Freistilstaffel der Männer die nächste Runde.

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