Die deutschen Schwimmer haben am dritten Wettkampftag im olympischen Becken ihre Vorläufe schadlos überstanden. Sowohl Silke Lippok als auch Theresa Michalak müssen sich jedoch am Abend steigern, um eine Chance auf den Endlauf zu haben.
Vize-Europameisterin Lippok schlug über 200 m Freistil nach 1:58,59 Minuten an und erzielte in der Addition aller Vorläufe Platz 13. Damit steht die 18-Jährige im Halbfinale am Abend, blieb aber vier Zehntel über ihrer Zeit von der EM im Mai und fast eine Sekunde über ihrer Saisonbestleistung.
"Es hat sich nicht so gut angefühlt. Ich war noch ein bisschen müde", sagte die Pforzheimerin. `Aber es ist schon okay. Das Ziel war es, ins Halbfinale zu kommen, ob als Fünfte oder 13., ist egal."
Lippok gehörte bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme am Samstag bereits der kurzen Freistil-Staffel an, die im Vorlauf ausgeschieden war.
Vorlauf-Bestzeit über 200 m erzielte Weltmeisterin, Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Federica Pellegrini (Italien) in 1:57,16 vor den Amerikanerinnen Allison Schmitt und Missy Franklin.
Über 200 m Lagen erreichte Kurzbahn-Europameisterin Theresa Michalak in 2:12,75 als Elfte das Semifinale. Die 20-Jährige aus Halle/Saale blieb knapp eine halbe Sekunde über ihrer Zeit bei der Europameisterschaft.
Nicht zu schlagen war erneut die 16-Jährige Chinesin Ye Shiwen, die sich am Samstag über die doppelte Distanz Olympiagold in Weltrekordzeit gesichert hatte. Die Weltmeisterin schwamm in 2:08,90 deutlich die beste Zeit.
Luft nach oben ließ sich Rekord-Olympiasieger Michael Phelps zum Start. Über 200 m Schmetterling schwamm der 27-Jährige einen Tag nach Silber mit der 4x100-m-Freistilstaffel in 1:55,53 auf Rang fünf.
Im Finale am Dienstag könnte Phelps zum dritten Mal nacheinander Gold auf dieser Strecke gewinnen. Das gelang zuvor noch keinem Schwimmer. Seine erste Chance auf diese Bestmarke hatte er über 400 m Lagen am Samstag mit Platz vier deutlich vergeben.

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