Der viermalige Schwimm-Olympiasieger Roland Matthes hat mit Blick auf die bisher weitgehend enttäuschenden Ergebnisse der deutschen Sportler bei den Olympischen Spielen in London die Förderpolitik des Landes kritisiert.
"In Deutschland gibt es nicht überall ordentlich ausgebildete Trainer", sagte der 61-Jährige im Gespräch mit dem Radiosender "MDR-JUMP". Besonders im Kinder- und Jugendbereich fehlten gute Übungsleiter.
Ein weiteres Problem sieht der bis heute erfolgreichste Rückenschwimmer der Geschichte in der gesellschaftlichen Stellung vieler Athleten. "Nur wenige Profis verdienen ihren Lebensunterhalt mit Sport. Amateure müssen häufig einem Beruf nachgehen. Diese Zeit fehlt dann oft zum Training", sagte der Orthopäde, der sich zugleich für den Schulsportbereich mehr Geld für die Talentförderung wünscht.
Matthes wurde 1968 und 1972 für die DDR jeweils Doppel-Olympiasieger, zudem gewann er drei Welt- und fünf Europameistertitel. Von 1967 bis 1971 wurde er fünfmal in Folge zum Sportler des Jahres in der DDR gewählt, insgesamt wurde ihm diese Ehre sieben Mal zuteil.

Was wären die Olympischen Sommerspiele bloß ohne die hübschen Sportlerinnen aus aller Welt? Ob Beachvolleyball, Hockey oder Fußball: SPORT1 zeigt Bilder der schönsten Athletinnen.