Die Zweifel an der Leistung der chinesischen Olympiasiegerin Ye Shiwen werden auch in der Schwimmszene immer größer.

John Leonard, der Vorsitzende der Weltvereinigung der Schwimmtrainer, verglich die 16-Jährige mit DDR-Schwimmerinnen und bezeichnete ihren Schlussspurt vom vergangenen Sonntag zu Gold und Weltrekord über 400 m Lagen als "unmöglich".

"Ye sah aus wie Superwoman. Und immer, wenn jemand in der Geschichte unseres Sports aussah wie Superwoman, stellte sich später heraus, dass Doping im Spiel war", sagte der Amerikaner Leonard: "Die letzten 100 Meter erinnerten mich an einige Schwimmerinnen aus der DDR und eine junge Irin im Finale über 400 m Lagen bei den Spielen in Atlanta 1996."

Er spielte damit auf Michelle Smith an, die in Atlanta drei Goldmedaillen geholt und direkt unter Dopingverdacht gestanden hatte. Erst zwei Jahre später wurde sie vom Weltverband FINA wegen Dopingvergehen für vier Jahre gesperrt.

Ye, die am Sonntag die letzten 50 Meter sogar schneller schwamm als US-Star Ryan Lochte, hatte schon vor Leonards Stellungnahme alle Dopingvorwürfe zurückgewiesen: "Es gibt kein Problem mit Doping. Das chinesische Team hat eine strikte Politik, deshalb gibt es kein Problem damit."

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