Steffen Deibler ließ sich erst mal die Ergebnisliste geben.
"Wie schnell war Michael Phelps?", fragte der Hamburger nach dem Staffel-Finale und schaute selbst nach.
"Da hat er mir doch zwei Zehntel abgenommen. Aber ich war der Zweitschnellste", sagte der 25-Jährige und strahlte.
Im letzten Rennen des Rekord-Olympiasiegers hatte er auf den 100 m Schmetterling in der Lagenstaffel mit dem Größten seiner Zunft mitgehalten.
Ähnliches konnte kein anderer deutscher Schwimmer in London von sich behaupten.
"Wunderschön" fand Deibler nach dem sechsten Platz mit dem DSV-Quartett deshalb auch "seine" Olympischen Spiele.
Als Vierter im Einzelfinale über 100 m Schmetterling hatte er tags zuvor für das beste Einzelergebnis des arg gebeutelten Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) neben der gleichplatzierten Britta Steffen gesorgt.
Insgesamt drei persönliche Bestzeiten hatte er aufgestellt und damit bewiesen, dass ihm in großen Rennen doch nicht immer die Nerven flattern.
Am Ziel sieht er sich aber noch lange nicht. Rio de Janeiro 2016 soll die Krönung seiner Karriere werden.
"Ich werde nicht vier Jahre trainieren, um ins Halbfinale zu kommen", sagte er: "Bei den nächsten Spielen will ich noch einen Tick höher."
Es wäre die erste Einzelmedaille für einen deutschen Schwimmer seit 1996.

Was wären die Olympischen Sommerspiele bloß ohne die hübschen Sportlerinnen aus aller Welt? Ob Beachvolleyball, Hockey oder Fußball: SPORT1 zeigt Bilder der schönsten Athletinnen.