vergrößernverkleinern
Fabian Hambüchen gewann 2008 in Peking am Reck die Bronze-Medaille © getty

Die deutschen Turner qualifizieren sich in London locker fürs Mannschafts-Finale, müssen aber um bange Minuten überstehen.

London - Die Mannschaft mit Rang vier am Ende souverän im Team-Finale, fünf Finalplätze für Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen, aber Verletzungspech für Philipp Boy:

Für die deutsche Riege haben die olympischen Kunstturn-Wettbewerbe in London (täglich im LIVE-TICKER) erfolgreich, aber auch turbulent begonnen.

Das Quintett von Cheftrainer Andreas Hirsch überzeugte nach schwachem Beginn letztlich mit einer starken Leistung, musste dabei aber auch bange Minuten überstehen (591863DIASHOW: Die Bilder des Tages).

Boy mit Blessur am Sprunggelenk

Der zweimalige Vize-Weltmeister Boy erlitt gleich im ersten Durchgang eine Blessur am Sprunggelenk, die ihn den Rest des Qualifkations-Wettkampfes nur unter Schmerzen durchstehen ließ.

Davon auch mental beeinträchtigt, patzte der 25-Jährige auch am Reck und büßte durch zwei Stürze seine Finalchance ein.

Dieser Rückschlag schien seine Teamkollegen nur noch mehr zu motivieren, ganz besonders Hambüchen.

Hambüchen strotzt vor Selbstbewusstsein

Der Wetzlarer strotzte nur so vor Kraft und Selbstvertrauen und lieferte so den besten Mehrkampf seit seines Achillessehnenrisses im vergangenen Jahr ab.

Mit 90,765 Punkten lag er schließlich auf Rang drei hinter Danell Leyva aus den USA (91,265) und dem Russen David Beljawski (90,832) (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan).

[kaltura id="0_kl883c5g" class="full_size" title="Kim Bui im Portr t"]

Am Reck reichte dem Hessen sogar eine Kür mit reduziertem Schwierigkeitswert vollkommen aus, um sich zum dritten Mal in Folge für die olympische Entscheidung am Königsgerät zu qualifizieren.

China bricht böse ein

Barren-Europameister Ngyuen startete zwar mit einem Patzer beim Sprung, stabilisierte sich aber danach auf so hohem Niveau, dass er sich nicht nur an seinem Paradegerät, sondern auch am Boden unter die jeweils besten acht Gerätartisten schieben und damit einen Endkampfplatz sichern konnte (SERVICE Der Medaillenspiegel).

Bereits am Nachmittag hatte Mannschafts-Olympiasieger China zum Auftakt der olympischen Kunstturn-Wettbewerbe einen bösen Einbruch erlebt. Die Riege aus dem Reich der Mitte sammelte nur 269,985 Punkte und lag damit deutlich hinter der Konkurrenz auf Rang sechs.

Die Chinesen hatten mehr als erwartet unter dem verletzungsbedingten Ausfall von Mannschafts-Olympiasieger Teng Haibin zu leiden.

Unter seinen Möglichkeiten blieb auch der dreimalige Mehrkampf-Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan, der sich nach drei ungewohnten Patzern auf Rang neun (89,764) des Zwischenklassements wiederfand.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel