Mannschafts-Olympiasieger China hat in London zum Auftakt der olympischen Kunstturn-Wettbewerbe nach zwei von drei Qualifikations-Durchgängen einen bösen Einbruch erlebt.

Die Riege aus dem Reich der Mitte sammelte vor 14.000 Zuschauern in der North Greenwich Arena nur 269,985 Punkte und lag damit deutlich hinter den USA (275,342), Gastgeber Großbritannien (272,420) und dem ebenfalls enttäuschenden Team-Weltmeister Japan (270,503).

Dabei nahmen drei Konkurrenten von Fabian Hambüchen (Wetzlar) im Kampf um die Goldmedaille am Reck Kurs auf das Gerätefinale am 7. August.

Der zweimalige Vize-Weltmeister Epke Zonderland aus den Niederlanden kam auf den Weltklassewert von 15,966 Punkten, 15,933 Zähler erreichte der Chinese Chenglong Zhang, und der zunächst Mehrkampf-Beste Danell Leyva aus den USA erturnte 15,866 Punkte.

Das Quintett aus dem Reich der Mitte hatte mehr als erwartet unter dem verletzungsbedingten Ausfall vom Mannschafts-Olympiasieger Teng Haibin zu leiden und wird sich im Team-Finale am Montag steigern müssen, um den Triumph von Peking 2008 wiederholen zu können.

Unter seinen Möglichkeiten blieb auch der dreimalige Mehrkampf-Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan, der sich nach drei ungewohnten Patzern auf Rang vier (89,764) des Zwischenklassements wiederfand.

Hambüchen, 2008 in Peking Olympia-Dritter am Reck, muss erst am Abend zusammen mit der deutschen Riege zur Qualifikation antreten. In der Einzelwertung setzten sich Leyva (91,265) und sein US-Teamkollege John Orozco (90,597) an die Spitze. Unter dem Jubel seiner zahlreichen Landsleute platzierte sich der Brite Kristian Thomas (90,256) auf dem dritten Rang.

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