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Der Norweger Thomas Ulsrud und sein Team haben sich für das Halbfinale qualifiziert © getty

Das norwegische Curler-Team sorgt weiter für Aufsehen. Bei den Skicrossern tobt ein Geschlechterkampf. Die Olympia-Splitter.

Vancouver - Da wird sogar Norwegens König Harald zu einem bunten Hund.

Seine Majestät kann sich vorstellen, beim geplanten Besuch in Vancouver am Dienstag die seit Tagen viel diskutierten Clown-Hosen der norwegischen Curler selbst zu tragen. 206441(DIASHOW: Der elfte Tag in Vancouver)

"Ein Reporter hat ihn gefragt, ob er dann auch eine dieser Hosen anziehen würde. Und der König antwortete: Ja, natürlich. Ich liebe diese Hosen", sagte Curler Thomas Ulsrud und meinte: "Wir hätten auf jeden Fall noch ein Paar für ihn."

Hosen sorgen für Belustigung

Die Hosen sorgen bei Olympia für viel Aufmerksamkeit. "Sie sind eher eine Vergewaltigung des guten Geschmacks als eine Medaille wert", schrieb die Canadian Press.

Bei der Konkurrenz sorgt die modische Extravaganz für Belustigung.

"Wir haben gesehen, wie da vier Clowns aufs Eis kommen", sagte der Schwede Niklas Edin und gab zu, dass ihn der Anblick der Hosen etwas ablenken würde.

Verantwortlich für die Modesünde ist Teammitglied Christoffer Svae. Beim Klamottenkauf ließ er sich von Weltklassegolfer John Daly inspirieren, der bisweilen in den gleichen Hosen spielt.

Sport1.de fasst die weiteren Olympia-Splitter zusammen:

GOURMETS:

Auf einer ganzen Seite informiert die Tageszeitung The Province im Olympia-Teil über die korrekte Zubereitung des "Jaeger Schnitzel".

Wieso das Blatt allerdings ausgerechnet von Curler Andy Kapp erwartet, dieser werde alles tun, um ein Schnitzel zu bekommen, bleibt ein Rätsel.

GESCHLECHTERKAMPF:

Das Olympia-Debüt der Skicrosser war spektakulär, aber für den jamaikanischen Fahrer Errol Kerr nicht aufregend genug.

Die mächtigen Sprünge auf dem Kurs, den Männer und Frauen nutzen, seien an den Damen ausgerichtet und daher viel zu einfach.

Kerr: "Es ist, als würde man versuchen, eine Rennstrecke für einen VW Beetle und einen Formel-1-Renner gleichermaßen spannend zu gestalten."

GELDFRAGE:

Für die südkoreanische Eiskunstläuferin Kim Yuna ist die olympische Entscheidung auch eine Frage des Geldes.

Die 19-Jährige gehört mit geschätzten Werbeeinkünften von umgerechnet sechs Millionen Euro zwar zu den bestbezahlten Athletinnen der Spiele. (Mehr Splitter: Snowboarderin im Bikini)

Doch ihr lukrativster Vertrag mit einer heimischen Autofirma (Hyundai) läuft aus und wird angeblich nicht verlängert, wenn das Ergebnis in Vancouver nicht stimmt.

Yuna soll nicht in Topform sein - Kritiker sagen, weil sie zu wenig trainiert und zu viele Werbetermine wahrgenommen hat.

GENTLEMAN:

Ein Volunteer am Cypress Mountain drehte den Spieß um.

Nicht die Athleten, sondern jeder Journalist wurde von dem jungen Mann mit Applaus in den Feierabend verabschiedet. (Zeitplan: 17 Tage, 86 Entscheidungen)

"Good job, great work today", rief er den Pressevertretern hinterher. Allerdings wurde er von einer verdächtig süßlich riechenden Dunstwolke umgeben.

GESCHENK:

Ein Olympia-Fan ist im Internet zu einem kleinen Star geworden.

Der Aktionskünstler hat am False Creek hundertfach das Logo der Spiele von Vancouver aus kleinen Steinen nachgebaut und damit eine Touristenattraktion geschaffen.

"Das ist mein Geschenk an meine Stadt", sagte er.

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