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Vancouver kämpft vor den letzten olympischen Nächten gegen einen Engpass © imago

Eine Stiftung liefert eine Notration an Kondomen, viele werden zweckentfremdet. Shaun White hat einen weiblichen Doppelgänger.

Vancouver - Bei Olympia herrscht anscheinend wieder reger Verkehr: Vancouver gehen die Kondome aus.

Dies berichtet die Tageszeitung "24 Hours". Die 100.000 Kondome, welche die Organisation "SafeGames 2010" vor den Winterspielen an die gut 2600 Athleten und deren Betreuer verteilt hatte, reichen für die Olympischen Dörfer in Vancouver und Whistler nicht aus. (Mehr Splitter: Kanadier verlieren Sirup-Wette )

Die aus Toronto stammende kanadische Stiftung für AIDS-Forschung wird deshalb eine Notration von weiteren 8500 Parisern einfliegen lassen.

Kondome als Souvenirs

"Als wir von der Kondom-Knappheit erfahren haben, fanden wir es wichtig, auf der Stelle zu reagieren", sagte die Geschäftsführerin der Stiftung, Kerry Whiteside.

"Safer Sex ist der Schlüssel, die Verbreitung des HI-Virus einzudämmen."(Zeitplan: 17 Tage, 86 Entscheidungen)

Viele der 100.000 Kondome sind anscheinend gar nicht im Liebesspiel zum Einsatz gekommen. Tausende Gummis werden wohl als Souvenirs mit nach Hause genommen.

Sport1.de fasst die weiteren Olympia-Splitter zusammen:

PREISKAMPF: Eigens für die Olympischen Spiele angereiste Prostituierte aus dem Umland machen in Vancouver die Preise kaputt.

Eine Dame namens "Misty Moonlight" beschwert sich in der Zeitung "24 Hours" darüber, dass die ansonsten üblichen Stundenpreise von 200 bis 300 kanadischen Dollar bis auf ein Fünftel abgestürzt sind.

"Das ist ein signifikanter Unterschied. Das sind nur eingeflogene Schlampen, die hier einen schnellen Dollar machen wollen. Aber Aussehen ist nicht alles. Auf den Service kommt es an", sagt Miss Moonlight:

"Wenn die Spiele vorbei sind, geht alles wieder seinen normalen Gang."

SCHLUSS-STURM: Vancouver muss sich an den letzten Olympia-Tagen auf ungemütliches Wetter einstellen. Für das Abschluss-Wochenende der Winterspiele werden starke Regenfälle erwartet.

Der kanadische Wetterdienst sagt Windböen von bis zu 60 km/h und Temperaturen um zehn Grad Celsius voraus. Erst pünktlich zur Abschlussfeier am Sonntagnachmittag im überdachten BC Place soll es etwas freundlicher werden. Dennoch liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei 60 Prozent.

AUKTION: Ein von Kanadas Olympiasiegern unterschriebener Eishockey-Schläger aus dem Jahr 1924 kommt unter den Hammer. Am 16. März sollen mehrere hundert Sporterinnerungsstücke aus dem vergangenen Jahrhundert versteigert werden.

Der Holzschläger war Anfang der 90er Jahre in einem Keller in Toronto gefunden worden.

Auf dem guten Stück haben sich die Spieler verewigt, die bei den Winterspielen 1924 in Chamonix den ersten offiziellen Olympiasieg im Eishockey errungen hatten. Die Kanadier gewannen alle fünf Turnierspiele, am Ende stand eine Bilanz von 110:3 Toren.

MAMAS: Als Kanada den Rivalen Russland im Eishockey demütigte, zitterten auch die "Olympic Moms" mit. 100 Mütter von kanadischen Olympioniken versammelten sich im Canada Olympic House und feierten eine fröhliche Party.

Allerdings ist die Angst um die Kinder immer im Hinterkopf. "Das Schlimmste sind die Anrufe aus dem Krankenhaus", berichtete Toni Loo, Mutter der Snowboarderin Alexa Loo.

DOPPELGÄNGER: Ständig fragen die Menschen Liz Schaeffer nach einem Autogramm und kreischen wie wild, wenn die 41-Jährige in der Nähe ist.

Die Kanadierin ist keine Olympia-Teilnehmerin, aber sie sieht aus wie jemand, der in Vancouver ein Star ist: Der rote Lockenkopf hat eine frappierende Ähnlichkeit mit Snowboard-Olympiasieger Shaun White.

"Wenn ich immer einen Cent bekommen würde, nachdem mich jemand für Shaun White gehalten hat, dann wäre ich vermutlich so reich wie er", sagte Schaeffer.

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