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Uli Hoeneß (r.) folgte Franz Beckenbauer 2009 als Bayern-Präsident © imago

Der Bayern-Präsident ärgert sich wegen Willy Bogner über den früheren Eiskunstlauf-Star. Er selbst will sich nicht einbringen.

München - Uli Hoeneß ist offenbar gerade in großer Attackier-Laune - und er beschränkt sich nicht auf den Fußball: Der Bayern-Präsident hat Katarina Witt, das neue Gesicht der Münchener Olympia-Bewerbung für 2018, scharf angegriffen.

Anlass sind kritische Bemerkungen Witts über Willy Bogner, den inzwischen zurückgetretenen Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft.

"Dem ist viel Unrecht geschehen", bedauerte Hoeneß in der "Abendzeitung" und meinte weiter: "Ich habe mich sehr über die Kati Witt geärgert, die mit sehr unqualifizierten Äußerungen mit dazu beigetragen hat, dass seine Arbeit hier in einem so kritischen Licht gesehen wurde."

So etwas tue man nicht, befand Hoeneß: "Das ist etwas, was sich nicht gehört."

Witt soll sich um Garmisch kümmern

Hoeneß forderte Witt auf, sich nun verstärkt um die Probleme in Garmisch, einem der Bewerber-Orte, zu kümmern:

"Wenn in einem wichtigen Ort wie Garmisch keine deutliche Mehrheit für Olympia da ist, dann geht es nicht. Das muss ja eine Sache der Freude sein."

Dort eine positive Stimmung zu bekommen, sei jetzt erstmal das Wichtigste: "Und dann wird es schwer genug. Die Gegner sind eigentlich nicht die Bauern in Garmisch, sondern Südkoreaner und Franzosen. Mit denen beschäftigt sich im Moment keiner."

Keine Zeit für Engagement

Hoeneß selbst lehnt ein öffentliches persönliches Engagement für die Münchner Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2018 ab.

"Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verzettele. Ich bin ja schon ein paar Mal gefragt worden, aber da gibt es ja genug andere", sagte Hoeneß.

Nach Bogners Rücktritt als Chef der Bewerbungsgesellschaft war über einen Einstieg von Hoeneß spekuliert worden.

"Sehr interessiert, dass die Spiele nach München kommen"

Hoeneß begründete seine Absage nun aber wie folgt: "Ich bin Präsident der Dominik-Brunner-Stiftung und des FC Bayern, nicht nur für Fußball. Wir haben auch Basketball, wo ich mich stark eingebracht habe, und wenn das klappt, wird das noch mehr Arbeit bedeuten, mit Sponsorensuche, Marketing."

Er sei "sehr interessiert, dass die Spiele nach München kommen, aber ich werde mich da nicht einbringen."

Hoeneß glaubt, "dass eher Leute gefragt sind, die aus dem Wintersport kommen. Leute wie Christian Neureuther und Markus Wasmeier, die sind dafür besser prädestiniert."

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