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Katarina Witt holte zwischen 1984 und 1988 vier WM-Goldmedaillen © getty

Die Münchner stellen in Acapulca begeisternde und naturnahe Winterspiele 2018 in Aussicht. Auch die Kanzlerin schaltet sich ein.

Acapulco - Die Olympia-Bewerbung "München 2018" hat ihre erste große Bewährungsprobe auf internationalem Parkett bestanden.

Die deutsche Delegation erhielt für ihre kurze Präsentation vor der Vollversammlung der Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) in Acapulco/Mexiko viel Applaus.

"Es wäre für uns ein Traum, Sie 2018 in München willkommen zu heißen - in einer Welt, die vom Wintersport begeistert ist", rief die Kuratoriums-Vorsitzende Katarina Witt in der Präsentation den 600 Delegierten im Nobelhotel Fairmont Princess zu: "Für die Sportler soll dies die größte Erfahrung ihres Lebens werden."

Die Konkurrenten Annecy und Pyeongchang durften sich im Anschluss präsentieren.

"Lust auf München und die Alpen"

20 Minuten lang rührten Witt, DOSB-Präsident Tomas Bach, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Bewerbungs-Chef Bernhard Schwank auf der Bühne kräftig die Werbetrommel.

Unter der Überschrift "Festival of Friendship - Die freundlichen Spiele" wurde die bayerische Landeshauptstadt als Sporthochburg und Tourismusziel vorgestellt.

Die Betonung lag dabei auf den kurzen Wegen und der Nähe zur Natur: "Wir haben eine emotionale Bewerbung vorgestellt, die Lust auf München und die Alpen macht", sagte Ude.

90-Sekunden-Botschaft von Merkel

Prominente Unterstützung erhielt das deutsche Quartett aus der Heimat: Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte in einer 90-Sekunden-Videobotschaft die Unterstützung der deutschen Politik für die Vision von Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München und Garmisch-Partenkirchen. (Plötzlich keimt neue Hoffnung auf)

"2018 soll die Möglichkeit bieten, Freundschaften über Grenzen hinweg zu schaffen. Ich möchte hervorheben, dass die gesamte Regierung und das deutsche Volk voll hinter der Bewerbung stehen. Wir würden uns freuen, den Sportlern ein unvergessliches Erlebnis bereiten zu können und die Welt willkommen zu heißen", sagte Merkel.

Diesmal kein Faux-Pas

Thomas Bach beendete die Präsentation mit der Bestätigung, dass München 2018 den Olympischen Werte besondere Bedeutung beimisst: "Mit einem Festival of Friendship wollen wir das Verständnis für die Verbindung von Sport und Freundschaft in der Welt erhöhen und damit auch die große Bedeutung des Sports im Hinblick auf Frieden und Völkerverständigung hervorheben."

Anders als im Februar in Vancouver verlief die Präsentation diesmal ohne Patzer. In Kanada hatte Oberbürgermeister Ude erklärt, auf dem Oktoberfest hätte es noch keinen größeren Zwischenfall gegeben, dabei aber das Attentat von 1980 außer Acht gelassen. Später entschuldigte sich Ude für den Fehler.

Entscheidung in Durban

Mit dem Schaulaufen in Mexiko hat für München endgültig die heiße Phase im Konkurrenzkampf mit Annecy und Pyeongchang begonnen, die in Acapulco ebenfalls vor und hinter den Kulissen kräftig die Werbetrommel rührten.

Während die Franzosen bislang als Außenseiter gelten, werden den Südkoreanern bei ihrem dritten Versuch in Folge die größten Chancen eingeräumt.

Die Entscheidung über den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 treffen die Mitglieder des IOC am 6. Juli 2011 in Durban.

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