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Katharina Witt gewann in ihrer Karriere zwei Mal (1984, 1988) Olympisches Gold © imago

Die Olympia-Frontfrau ärgert sich über das "immer wiederkehrende 'aber'". International löse die Bewerbung Begeisterung aus.

München - Katarina Witt, Frontfrau der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018, ist genervt vom deutschen Hang zum Schlechtreden.

"Das immer wiederkehrende 'aber' dominiert zu sehr. International sind viele von der Bewerbung begeistert, wir erhalten so viel Zuspruch", sagte die 44-Jährige dem "kicker".

"Im Inland ist es erstmal wie in einer Familie. Wir schauen zu oft, was nicht in Ordnung ist, anstatt zu begreifen, welche Perspektiven uns mit solch einem Ereignis gegeben werden."

Grundsätzlich sei es gut, dass die Olympia-Kritiker den Sinn der Bewerbung hinterfragen, ergänzte Witt. "Auf der einen Seite steht immer dieses große Kosten-Zahlenwerk, aber dafür gibt es als Gegenwert Emotion, Sympathie, Anerkennung."

"Ehrgeizigste Bewerbung der Geschichte"

Den Kritikern, die zu große Umweltbelastungen fürchten, entgegnete Witt: "Aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist München 2018 die ehrgeizigste Bewerbung in der Geschichte von Olympia."

Diese Erkenntnis dringe immer mehr zu den Menschen durch, glaubt die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin.

"So langsam kommt die Botschaft an. Wir haben einen guten Plan, werden die Menschen Stück für Stück an das Thema heranführen und dafür begeistern."

Witt sieht gute Chancen

Die Chance, dass sich München am 6. Juli 2011 in Durban gegen die Konkurrenten Annecy/Frankreich und Pyeongchang/Südkorea durchsetzt, bezifferte Witt auf 1:3.

"Wir haben aber mit unserer Bewerbung wirklich ein gutes, fundiertes Konzept", sagte die gebürtige Berlinerin.

"Die Spiele werden 2018 irgendwo auf der Welt stattfinden. München wäre optimal. Es muss also klappen."

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