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Magdalena Neuner (l.) mit IOC-Chef Jaques Rogge (M.) und Thomas Bach © getty

Nach der Präsentation in Lausanne sieht sich München auf Augenhöhe mit Pyeongchang. Neuner liest in den IOC-Mienen, Wulff sagt zu.

Lausanne - München 2018 biegt mit gesteigerten Sieghoffnungen auf die Zielgerade nach Durban ein.

49 Tage vor der Vergabe der übernächsten Olympischen Winterspiele am 6. Juli sieht sich der deutsche Kandidat nach seiner glänzenden Präsentation in Lausanne vor 90 der wahrscheinlich 103 in Durban stimmberechtigten IOC-Mitglieder fast gleichauf mit Pyeongchang.

Die Südkoreaner galten bislang als leichter Favorit.

Münchens Frontfrau Katarina Witt war jedenfalls rundum glücklich und zufrieden: "Ich glaube, unsere Botschaft ist sehr positiv im IOC angekommen. Wir sind die richtige Alternative, und ich sehe sehr gute Chancen."

"Spannend bis zum Schluss"

Bewerbungschef Bernhard Schwank fand: "Wir haben unsere Begeisterung gut rübergebracht und sind sehr zuversichtlich. Es bleibt spannend bis zum Schluss." Aus Sicht von Michael Vesper, Aufsichtsrats-Vorsitzender von München 2018, hat "der heutige Tag nochmal einen Push gegeben".

Strahlend verließ auch die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner den Saal im Olympiamuseum von Lausanne.

"Man hat den Gesichtern der IOC-Mitglieder angesehen, dass wir gut ankamen." Die wenigen kritischen Fragen hinterher betrafen vor allem Umwelt und Schneesicherheit, weniger die Grundstückssache, "deren Lösung für uns so wichtig war" (Neuner) (Bericht: Streit beigelegt - Bahn frei Olympia).

Hervorragende Präsentation

Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des IOC, freute sich nach der Präsentation hinter verschlossenen Türen auch über die Zusage von Bundespräsident Christian Wulff, am 6. Juli in Durban vor Ort zu sein.

"Wir freuen uns sehr, dass der Bundespräsident als der höchste Repräsentant des Staates dabei ist, wenn das Internationale Olympische Komitee die Spiele 2018 vergibt", sagte Bach. (Machen Sie es wie SPORT1 und Magdalena Neuner: Unterstützen Sie München 2018)

Die Präsentation in Lausanne sei "bei meinen IOC-Kollegen hervorragend angekommen. Das war heute ein guter Schritt vorwärts."

Innenminister Friedrich beeindruckt

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der bestätigte, dass auch er München vor Ort in Durban unterstützen wolle, war nach dem Auftritt der neun Münchner Repräsentanten vor dem IOC beeindruckt.

"Die Präsentation war sehr professionell und dynamisch, inklusive der Reden und der Filme", sagte der CSU-Politiker.

"Unsere Hauptbotschaft war, dass mit der Lösung der Grundstücksfrage in Garmisch-Partenkirchen alle Probleme beseitigt waren. Es gab nur sieben oder acht wenig kritische Nachfragen der IOC-Mitglieder, die sich in den Plänen und der Situation in Deutschland offenbar sehr gut auskennen", so Friedrich weiter.

Annecy chancenlos

Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, dessen Stadt die erste weltweit wäre, die nach den Sommerspielen 1972 auch Winterspiele ausrichtet, fand es sehr wichtig, dass Bach auf das Drängen von Pyeongchang, man habe nach zwei verpassten Anläufen den IOC-Zuschlag verdient, klug reagiert habe.

"Er machte deutlich, auch Deutschland habe sich in den vergangenen 20 Jahren viermal vergeblich beworben. Es sei an der Zeit, dass diese Sportnation nach 80 Jahren wieder Olympische Winterspiele erhalte. Außerdem war es noch einmal gut, zu sagen, dass deutsche Sponsoren den internationalen Wintersport zu 50 Prozent finanzieren", sagte Ude.

(Garmisch sagt "Ja" zu Olympia 2018)

Der dritte Bewerber, Annecy/Frankreich, wurde schon vor der in Lausanne ans IOC übergebenen Petition seiner lokalen Olympiagegner als chancenlos betrachtet.

[kaltura id="0_l53lhbz2 " class="full_size" title="Wir sagen Ja zu M nchen 2018 "]

Deutschlands Politiker sind für München

Bundesinnenminister Friedrich machte den IOC-Mitgliedern noch einmal deutlich, dass die gesamte politische Ebene Deutschlands hinter den Spielen stehe.

"Für das IOC ist es auch wichtig, dass Deutschland ein sehr erfahrener Veranstalter ist, und dass neben den Finanzen auch die Sicherheit aller in hohem Maße gewährleistet ist", so Friedrich.

In Durban wird Bundespräsident Wulff klarmachen, wie wichtig die Spiele für sein Land sind (Machen Sie es wie SPORT1 und Michael Greis: Unterstützen Sie München 2018).

Wulff: "Eine Ehre für Deutschland"

Am Mittwoch ließ er wissen: "Es wäre eine große Ehre für Deutschland, 2018 Gäste aus aller Welt zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee empfangen zu dürfen."

"Deshalb werbe ich bei meinen Auslandsreisen und in Gesprächen mit ausländischen Gästen für München 2018 und bin auch gerne bei der Schlusspräsentation in Durban dabei", bestätigte Wulff.

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