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Slalom-Fahrer Felix Neureuther (r.) fordert einen neuen Anlauf Münchens © getty

Felix Neureuther beklagt den mangelnden Zuschauer-Zuspruch in Südkorea. OK-Chefin Kati Witt ist niedergeschlagen. Die Stimmen.

München - Der Traum von den Olympischen Winterspielen in München ist geplatzt (Bericht).

Die Münchner Delegation in Durban und weitere Sportfunktionäre sind tief enttäuscht. OK-Chefin Katarina Witt sucht noch nach den richtigen Worten.

Ski-Ass Felix Neureuther wirbt bereits für einen neuen Anlauf, während Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer die Niederlage erst verarbeiten will.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht die Spiele auch in Südkorea gut aufgehoben.

Die Stimmen zur Olympia-Pleite:

Bundespräsident Christian Wulff: "Wir gratulieren Pyeongchang. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde. München und Deutschland haben sich im Wettbewerb als sympathisch, offen und sportbegeistert dargestellt. Ich danke allen, die sich mit so viel Enthusiasmus für die Bewerbung eingesetzt haben."

Horst Seehofer (CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern): "Es ist furchtbar schade. Die Enttäuschung ist sehr groß, weil es in dieser Dimension nicht zu erwarten war. Jetzt sollte man noch nicht über eine neue Bewerbung diskutieren. Man sollte das in Ruhe überlegen. Wenn die Enttäuschung verarbeitet ist, werden wir wieder nach vorne schauen. Meine persönliche Vermutung ist, dass die zweifach gescheiterte Bewerbung maßgebend war."

Christian Ude (Oberbürgermeister von München): "Ich gratuliere Pyeongchang und wünsche viel Erfolg bei der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Natürlich bin ich traurig, dass die Entscheidung nun nicht zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine starke Bewerbung abgegeben haben, für die uns das IOC in seinem Evaluierungsbericht ja auch ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt hatte."

Katarina Witt (OK-Chefin): "Klar, dass man jetzt sehr enttäuscht ist, vor allem nach unserer Präsentation, zu der uns viele IOC-Mitglieder gratuliert haben. Aber wahrscheinlich ist die Entscheidung ja wirklich schon vorher gefallen und wir haben es einfach nicht mehr rumreißen können. Im Moment fehlen mir einfach ein bisschen die Worte."

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): "Schade, dass es wieder nicht geklappt hat. Natürlich weiß ich nicht, was schlussendlich den Ausschlag gegen München gegeben hat, aber ich hätte mich sehr für die Stadt, die Region und auch meinen Freund Thomas Bach gefreut. Ich hoffe, dass sich die Olympische Bewegung in Deutschland nach der ersten Enttäuschung schnell wieder zusammenrauft und schon bald einen neuen Bewerbungsanlauf startet. Denn eines ist für mich trotz der heutigen Entscheidung klar: Das Sportland Deutschland, das in jüngerer Vergangenheit viele begeisternde Weltmeisterschaften ausgerichtet hat, ist auch bereit für Olympische Spiele."

Steffi Jones (Präsidentin des Organisationskomitees der Frauen-WM 2011): "Ich hätte es besonders Kati Witt so sehr gegönnt, weil ich weiß, wie sehr sie sich auch persönlich für das große Ziel, die Olympischen Spiele nach Deutschland zu holen, engagiert hat. Die Wintersportler hätten die große Bühne einer globalen Sportveranstaltung wirklich verdient gehabt."

Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär): "Leider gewinnt nicht immer die beste Kandidatur. Ohne ein Insider für die Abläufe im IOC zu sein, so glaube ich doch zu wissen, dass eben die sportpolitischen Strömungen immer eine große Rolle spielen. Wir haben die Bewerbung Münchens mit großer Sympathie verfolgt und waren mit dem DOSB der Überzeugung, dass Deutschland auch für Olympia ein glänzender Gastgeber gewesen wäre. Trotzdem haben alle, Kati Witt an der Spitze, einen Riesenjob gemacht."

Felix Neureuther (Slalom-Fahrer): "Es ist schade, dass der Eindruck entstanden ist, dass Pyeongchang die Spiele bekommen hat, weil es sich zum dritten Mal beworben hat. Das kann nicht sein. Ich bin da ein Weltcup-Rennen gefahren, da waren mehr Rennfahrer als Zuschauer. Das Wichtigste ist jetzt, wieder aufzustehen und den nächsten Schritt Richtung 2022 machen."

Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern München): "Das ist sehr, sehr schade. Ich bin schon enttäuscht. Es wäre schön gewesen, Olympia in München zu erleben. Aber ich denke, dass auch die Südkoreaner wunderbare Spiele hinbekommen werden."

Philipp Lahm (Kapitän Deutsche Fußball-Nationalmannschaft): "Das ist eine Enttäuschung und schade für München und ganz Deutschland. Wir haben alles versucht und wären ein super Gastgeber gewesen."

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