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Nordkorea (Foto: IOC-Mitlgied Chang Ung) startet seit 1972 bei den Sommerspielen © getty

Für Pyeongchang bahnt sich vermutlich eine Sensation an: Südkorea will ein gemeinsames Team, der Norden ist bereit für mehr.

Seoul - Rund eine Woche nach dem Zuschlag für Winter-Olympia 2018 in Pyeongchang/Südkorea (EINWURF: Ja zu Geld und Tränendrüse) hat das nordkoreanische IOC-Mitglied Chang Ung eine Beteiligung Nordkoreas als Co-Ausrichter in Aussicht gestellt.

"Die politischen und militärischen Verbindungen zwischen den Koreanern sind nicht gut, sie müssen unbedingt verbessert werden", sagte Chang in Tokio im Gespräch mit der südkoreanischen Nachrichtenagentur "Yonhap".

Er hoffe, dass man einige Wettbewerbe in Nordkorea austragen könne.

Damit könnte die olympische Bewegung wieder mal politische Fesseln sprengen. Erst am Montag hatte sich die Südkoreaner in einer Umfrage mehrheitlich für ein vereintes Olympiateam mit Nordkorea ausgesprochen (News).

Oppositionschef bringt Norkorea ins Gespräch

Demnach unterstützen 57,5 Prozent der Befragten die Idee eines vereinten Teams aus Nord und Süd. 30,5 Prozent sprachen sich gegen diesen Plan aus.

Daraufhin hatte Südkoreas Oppositionschef Sohn Hak-kyu Nordkorea als Co-Ausrichter für die Winterspiele 2018 ins Gespräch gebracht. "Olympia 2018 soll der Wendepunkt in der Geschichte der geteilten koreanischen Halbinsel sein", sagte Sohn.

73,3 Prozent der Bürger wollten allerdings keine direkte Beteiligung Nordkoreas an der Organisation der Winterspiele.

2000 und 2004 gemeinsamer Einmarsch

Bereits bei den Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen waren die Teams bei den Eröffnungszeremonien gemeinsam hinter der Flagge der koreanischen Halbinsel eingelaufen.

Nun soll auch ein Team für die Spiele in sechseinhalb Jahren zusammengestellt werden.

Bei Olympia 2008 in Peking und den Asien-Spielen 2010 in Guangzhou waren die beiden koreanischen Mannschaften getrennt einmarschiert.

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