Angesichts eines zu erwartenden Booms im Prostutierten-Geschäft während der Olympischen Spiele laufen Kanadas Kirchen wenige Tage vor der Eröffnungsfeier Sturm.

"Der Kauf und Verkauf von Menschen untergräbt den olympischen Geist im Kern. Wir beten, dass die Solidarität und der Erfolg der Olympischen Spiele zu neuem Respekt für menschliches Leben weltweit führen", heißt es in einer gemeinsamen Botschaft der anglikanischen und römisch-katholischen Bischöfe.

Die sozial und evangelistisch tätige Freikirche will mit Broschüren, Plakaten und ausgebildetem Personal auf die Gefahren von Prostitution und Menschenhandel aufmerksam machen

In der 580.000 Einwohner zählenden Stadt Vancouver waren bislang immer rund 2000 Frauen und Männer im horizontalen Gewerbe tätig.

Laufhäuser sind in Kanada noch verboten, die nicht strafbare Prostitution wird über Eskort-Service und auf der Straße betrieben. Nach Angaben der Kirchen könnte sich die Nachfrage während Olympia verdoppeln. Ein Großteil der Frauen, Männer und Jugendlichen ab 13 Jahren, die vom Sexgewerbe eingesetzt werden, sollen nach Angaben von Experten Opfer von Menschenhandel sein.

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