Bronzemedaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen sind öfter zufrieden als zweitplatzierte Athleten. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Pyschologen der Northwestern University's School of Management in Illinois.

"Es hat mit dem Phänomen des kontrafaktischen Denkens zu tun, mit dem Umgang mit der '"Was wäre, wenn"-Frage", erklärte die beteiligte Forscherin Victoria Medvec in einem Interview mit der kanadischen Tageszeitung "Globe and Mail":

"Im Durchschnitt sind Gewinner von Bronze glücklicher als die Silbermedaillen-Gewinner. Sie denken häufiger, dass sie wenigstens eine Medaille gewonnen haben, und das erzeugt und steigert Zufriedenheit. Athleten auf Platz zwei dagegen trauern oft vergebenen Chancen auf Gold nach und beeinträchtigen damit die eigene Freude."

Medvecs kanadischer Kollege Saul Miller misst außerdem den Erwartungen von Sponsoren, Medien, Teamkollegen und Fans einen großen Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit von Medaillengewinnern zu. "Die olympischen Slogans stellen immer die Teilnahme über den Erfolg. Aber gerade bei Olympia ist das immer der größte Mist."

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