Die kanadischen Eishockey-Spielerinnen haben sich für ihre ausschweifende Jubelfeier nach dem Olympiasieg entschuldigt. Das ganze Team hatte den 2:0-Finalerfolg gegen den Erzrivalen USA auf dem Eis mit Bier und Zigarren gefeiert und sich dadurch den Zorn des Internationalen Olympischen Komitees zugezogen. "Es tut uns leid, wir wissen, dass es besser gewesen wäre, in der Kabine zu feiern", sagte die kanadische Spielerin Jayna Hefford.

Vor allem ihrer Teamkollegin Marie-Philip Poulin könnte wegen der Bier-Party Ärger drohen. Denn in der kanadischen Provinz British Columbia ist Alkoholkonsum erst ab 19 Jahren per Gesetz erlaubt. Poulins 19. Geburtstag ist erst am 28. März.

"Die Goldmedaille zu gewinnen, ist das Größte für mich. Ich wollte diesen Moment genießen, und deshalb haben wir auf dem Eis gefeiert", sagte der Teenager. Dass sie durch den Alkoholkonsum gegen das Gesetz verstieß, habe sie in diesem Augenblick gar nicht bemerkt, sagte Poulin und entschuldigte sich: "Das war ein Fehler, ich werde daraus lernen. Das wird nicht wieder vorkommen."

Poulins Teamkollegin Hefford bat um Verständis. "Wir haben Großartiges geleistet, nicht nur für uns, sondern für das ganze Land." Nicht eine einzige Spielerin im Team sei übrigens eine Raucherin. Hefford: "Wir hatten Zigarren, wir hatten Bier, wir wollten feiern, das war's auch schon."

Für das IOC ist der Fall damit allerdings nicht erledigt. Laut IOC-Sprecher Mark Adams werde man das Organisationskomitee VANOC schriftlich dazu auffordern, alle Details der wilden Eisparty zu nennen. Er betonte aber auch, dass es sich dabei nicht um eine offizielle Untersuchung handele.

Für ihn persönlich sei die Angelegenheit durch die Entschuldigung der Kanadierinnen abgeschlossen, sagte Adams: "Das IOC kann aber erst dann einen Schlussstrich ziehen, wenn wir die VANOC-Stellungsnahme erhalten haben und alle Einzelheiten kennen."

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