Tadel statt Lobeshymnen: Für die chinesische Shorttrack-Doppelolympiasiegerin Zhou Yang war die Heimkehr aus Vancouver alles andere als ein Grund zur Freude.

Die 18-Jährige erhielt von der Staatsführung öffentlich einen Rüffel, weil Zhou nach ihren Erfolgen über 1500 m und mit der 300-m-Staffel lediglich ihren Eltern und nicht auch ihrem Heimatland gedankt hatte.

"Es ist in Ordnung, seinen Eltern zu danken. Aber als erstes soll man seinem Vaterland danken. An erster Stelle steht das Vaterland, nicht der Dank an die Eltern", sagte Chinas stellvertretender Sportminister Yu Zaiqing der Zeitung Southern Metropolis Daily.

Zhous Erfolge in Vancouver hatten schon einmal für Aufsehen gesorgt. Nach ihrem 1500-m-Triumph war ihren arbeitslosen Eltern in Changchun von der Bezirksregierung auch ohne eine längere Wartezeit eine 94 Quadratmeter große Wohnung zugewiesen worden.

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