Ein Jahr vor der Vergabe der Winterspiele 2018 am 6. Juli 2011 muss der Olympia-Kandidat München umplanen: Heftige Proteste von Landbesitzern in Oberammergau haben zur Änderung des Sportstätten-Konzepts geführt. Biathlon und Langlauf sollen nach Informationen des Münchner "Merkur" und des Bayerischen Fernsehens nun auf staatlichen Flächen des Gestüts Schwaiganger in der Nähe der Bob-Hochburg Ohlstadt ausgetragen werden.

Eine Bürgerinitiative hatte in dem renommierten Passionsspielort 773 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen Olympia vorgelegt. 400 Stimmen wären nötig gewesen. Bei der nächsten Sitzung am 14. Juli muss der Gemeinderat über die Zulassung des Bürgerbegehrens entscheiden.

Grundstücksbesitzer wehren sich gegen die Verpachtung ihrer Flächen, weil sie unverhältnismäßig große Eingriffe in die Natur befürchten. Sie sollten ihr Land vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2018 abtreten, laut Vertragsentwurf waren als Entschädigung pro Jahr und Quadratmeter 50 Cent bis 1,50 Euro vorgesehen.

Bei der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban hat München als Kandidatenstadt in Annecy/Frankreich und dem favorisierten Pyoengchang/Südkorea noch zwei Rivalen.

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