Die US-Amerikanerinnen behalten trotz der gedopten Marion Jones ihre beiden Staffel-Medaillen von Olympia 2000 in Sydney. Dies entschied am Freitag der Internationale Sportgerichtshof (CAS).

Die sieben Teamkameradinnen von Jones, die nun Gold über 4x400 m und Bronze über 4x100 m behalten, waren gegen die Aberkennung ihrer Medaillen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) vor den CAS gezogen.

Marion Jones hatte dagegen zuvor schon alle fünf Medaillen verloren. Sie gab dreimal Gold und zweimal Bronze zurück. Gold verlor Jones über 100 m, wo es wegen der Dopingaffäre der Sydney-Zweiten Ekaterini Thanou (Griechenland) 2004 in Athen laut IOC-Entscheid keine Olympiasiegerin geben wird, sowie über 200 m.

Dort rückte bereits Pauline Davis-Thompson (Bahamas) als Olympiasiegerin nach, Silber erhielt Susanthika Jayasinghe (Sri Lanka) und Bronze Beverly McDonald (Jamaika). Im Weitsprung rückte Tatjana Kotowa (Russland) auf den Bronze-Rang der Amerikanerin.

Marion Jones hatte nach dem Skandal um das kalifornische BALCO-Labor 2007 nach langem Leugnen angesichts belastender Fakten der Staatsanwaltschaft ein tränenreiches Doping-Geständnis abgelegt. Wegen Meineides wurde die Amerikanerin zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die sie während Olympia 2008 in Peking absaß.

Die sieben US-Leichtathletinnen, die ihre Medaillen behalten dürfen, sind Andrea Anderson, Latasha Colander Clark, Jearl Miles-Clark, Torri Edwards, Chryste Gaines, Monique Hennagan und Passion Richardson.

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