IOC-Präsident Jacques Rogge will die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees verschärfen und so dafür sorgen, dass auch Teamkollegen von gedopten Sportler ihre Medaillen auf jeden Fall abgeben müssen.

Der Belgier reagierte damit auf die jüngste Entwicklung im Fall der des Dopings überführten US-Sprinterin Marion Jones.

Sieben Teamkameradinnen der Amerikanerin dürfen ihr Staffelgold von Sydney behalten, nachdem sie vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Aberkennung ihrer Medaillen durch das IOC geklagt und Recht bekommen hatten.

Dem will Rogge für die Zukunft einen Riegel vorschieben: "Die internationalen Verbände und das IOC müssen ihre Regeln straffen, um so etwas zu vermeiden. Wir respektieren natürlich das Urteil des CAS, aber wir werden Maßnahmen ergreifen müssen, damit so etwas künftig nicht mehr möglich ist."

Dagegen hatte IOC-Mitglied Anita DeFrantz bereits ihre Sympathie für die sieben Athletinnen bekundet, die ihre Medaillen behalten dürfen: "Mir hat es immer leid getan um Athleten, die wegen der Dummheit eines Einzelnen leiden mussten."

Marion Jones hatte nach dem Skandal um das kalifornische Balco-Labor 2007 nach langem Leugnen angesichts belastender Fakten der Staatsanwaltschaft ein tränenreiches Doping-Geständnis abgelegt.

Wegen Meineides wurde die Amerikanerin zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die sie während Olympia 2008 in Peking absaß.

Die sieben US-Leichtathletinnen, die ihre Medaillen behalten dürfen, sind Andrea Anderson, LaTasha Colander, Jearl Miles-Clark, Torri Edwards, Chryste Gaines, Monique Hennagan und Passion Richardson.

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