Im Streit mit den Grundstücksbesitzern in Garmisch-Partenkirchen um Flächen für die Olympischen Winterspiele 2018 bleiben die Fronten verhärtet. Auch der bayerische Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider (CSU) konnte bei einem Gespräch nicht vermitteln.

"Mit der momentanen Planung sehe ich fast keine Chance, dass das bei uns in Garmisch durchgeführt wird", sagte Josef Glatz, Vorsitzender der Weidegenossenschaft Garmisch, am Freitag im "Bayerischen Rundfunk" (Bayern 2) und fügte an: "Es wird sehr schwer sein, irgendjemanden noch dazu zu überreden, dass er für Olympia ist."

Die Belastungen für die Grundstückseigner seien weiterhin zu groß.

Zuvor war bereits ein geplantes Treffen von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit den Grundstücksbesitzern, die ihre Flächen für Olympia 2018 zur Verfügung stellen sollen, ausgefallen. Die Eigentümer hatten das Angebot des CSU-Politikers zurückgewiesen.

Seit Wochen verhandeln die Bewerbungsgesellschaft München 2018 und die Marktgemeinde mit den Eigentümern über die notwendigen Flächen für die Sportstätten, das kleine Olympische Dorf "Snow Village" und die Unterkünfte der Journalisten.

Die Gemeindeverwaltung will jedoch nicht aufgeben. "Wir werden die Bewerbung nicht begraben, sondern weiter versuchen, die optimale Lösung hier sicherzustellen und in Einzelgesprächen Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit suchen", sagte Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel