Die überhöhten Kosten der russischen Olympia-Delegation bei den Winterspielen in Vancouver haben die Moskauer Justiz auf den Plan gerufen.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt in insgesamt zwölf Fällen wegen Korruptionsverdachts. `Es geht um mehrere Verträge und Missbrauch öffentlicher Gelder", sagte Sprecher Sergej Stepaschin. Der russische Rechnungshof hatte zuvor offizielle Olympia-Ausgaben von umgerechnet 153 Millionen Euro festgestellt.

Neben dem bereits zu Monatsbeginn publik gewordenen Spesenskandal um Sportminister Witali Mutko, der für seinen 20-tägigen Aufenthalt in Vancouver 3600 Euro für täglich bis zu fünf Luxus-Frühstücke und für seine Unterbringung in einem Nobelhotel 1120 pro Tag abrechnete, prangerte Stepaschin besonders Ausgaben für sportfremde Personen an.

Die Vancouver-Visite des früheren European-Song-Contest-Siegers Dima Bilan kostete fast 60.000 Euro, und auch die Gattin des russischen Eiskunstlauf-Stars Jewgeny Pluschenko hielt sich auf Kosten der Staatskasse in Kanada auf.

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