Die Fälle Ross Rebagliati und Michael Phelps sind eine Warnung für die 3600 Teilnehmer der 1. Olympischen Jugendspiele ab Samstag in Singapur:

Wer wie die beiden Marihuana-geständigen Olympiasieger in der Vergangenheit nun während der Spiele mit Rauschgift erwischt würde, hätte in dem asiatischen Inselstaat brutale Konsequenzen zu fürchten: Auf den Besitz von mindestens 15 Gramm Rauschgift steht nach Singapurs Gesetz die Todesstrafe durch den Strang.

"Unsere Athleten sind generell gewarnt, dass es in Singapur strenge Gesetze gibt, nicht nur hinsichtlich des Besitzes von Rauschgift", sagt Ulf Tippelt, Chef de Mission des 70-köpfigen deutschen Teams bei den ersten Spielen der 14- bis 18-Jährigen.

Laut Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), gab es vor den Spielen keine spezielle Warnung an die Teilnehmer aus 205 IOC-Mitgliedsländern.

In Singapur gibt es laut Mark Adams, Pressesprecher des IOC, 1300 Dopingtests. Adams: "Ergebnisse werden frühestens zwei Wochen nach den Spielen bekannt." Dies hätte zumindest die Konsequenz, dass die möglicherweise von einem solchen Delikt betroffenen Athleten schon wieder zu Hause wären.

Der spektakulärste Rauschgift-Fall bei Olympia hatte sich 1998 bei den Winterspielen in Nagano ereignet. Dort verlor der kanadische Snowboard-Sieger Ross Rebagliati wegen Marihuana-Spuren seine Goldmedaille.

Der 14-malige Schwimm-Olympiasieger Phelps hatte nach Olympia 2008 in Peking Marihuana-Konsum auf einer Party zugegeben, war aber nicht bestraft worden, weil diese Stimulans nur während des Wettkampfs verboten ist.

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