Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt hat Kritik an Willi Bogner, den Geschäftsführer der Münchner Bewerbungsgesellschaft für die Winterspiele 2018 geübt.

In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" meinte die Kuratoriumsvorsitzende und `internationale Botschafterin" der Bewerbung zu den Problemen der Organisatoren: "Wenn sich viele Menschen mit Leidenschaft für etwas engagieren, dann kracht es auch mal gewaltig im Gebälk. Man sollte vielleicht nur nicht den Rest der Welt dazu einladen."

Ihr missfalle der Tonfall Bogners gegenüber Bauern und Naturschützern. Witt: "Ich denke, wenn die Emotionen hochkochen, bringt man auch manchmal die verkehrten Argumente und es tut ihm sicherlich schon leid. Außerdem macht immer der Ton die Musik!"

Wie man sehe, sei jeder in seiner Art mit unübersehbarer Leidenschaft dabei. Die Naturschützer mit ihrer Verbundenheit zur unberührten Natur, die Bauern mit ihrer Liebe zu Feld und Tier, und die Athleten mit ihren hohen sportlichen Zielen. "Keiner lebt jedoch in seiner eigenen kleinen Welt, sondern wir alle in einer gemeinsamen großen. Deshalb sollten wir uns einigen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden", sagte Witt.

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