Die Schnee-Leoparden kommen: Drei Biathlon-Exoten aus Kenia träumen von einem Start bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi.

Die ehemaligen Leichtathleten Eliyah Kiptoo, Titus Rotich und Enok Lagat, die vom deutschen Trainer Klaus Bergmann betreut und finanziell unterstützt werden, sind seit dem vergangenen Dezember begeisterte Wintersportler.

Damals sahen sie in Thüringen das erst Mal Schnee und standen auf Ski.

Im Rahmen des 2. Biathlon-Cross-Sommercups Anfang August im slowakischen Osrblie feierte das Trio, das in Suhl wohnt und in Oberhof trainiert, seine mit Spannung erwartete Premiere.

Bei ihrem ersten internationalen Wettkampf waren die Exoten aus Afrika, die erwartungsgemäß durch gute Laufleistungen und schlechte Schießeinlagen auffielen, die Attraktion bei Zuschauern und Athleten.

"Ich mag sowohl das Laufen wie das Schießen und genieße den Schnee. Mit dem Biathlon habe ich begonnen, weil ich etwas Neues probieren wollte. Die Leute in Kenia wissen nicht was Biathlon ist, denn sie kennen keinen Schnee", sagte Rotich.

Sein Landsmann Lagat ergänzte: "Wir sind stolz, dass wir unser Land im Ausland repräsentieren können, und wir möchten es gut machen."

Nach dem Plan ihres Trainers Bergmann sollen die "Gazellen" in der Winter-Saison 2011/2012 im IBU Cup starten. Das große Ziel ist die Teilnahme an dem Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.

Laut Bergmann müssen die Athleten allerdings bis Dezember 2011 "auf Skiern und am Schießstand noch viel lernen", um wirklich konkurrenzfähig zu sein.

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