Erneuter Rückschlag für München 2018: Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat sich aus der Fachkommission Umwelt der Münchner Olympia-Bewerbung zurückgezogen.

"Die Visionen von umweltverträglichen olympischen Winterspielen sind gescheitert", heißt es in einer Mitteilung des DNR, der 96 Natur- und Umweltschutz-Organisationen als Dachverband vertritt.

Das Hauptproblem der Bewerbung liegt für den DNR in Garmisch. "Die Eingriffe in den hochsensiblen Alpenraum werden trotz der bereits vorhandenen Ski-Pisten so erheblich sein, dass sie nicht auszugleichen sind", sagte Generalsekretär Helmut Röscheisen. Das von den Bewerbern geplante Biosphärenreservat, das das Vorzeigeprojekt `grüner Spiele" sein sollte, nannte er "kläglich gescheitert".

Mit dem DNR verliert die Fachkommission bereits den dritten Umweltverband. Auch der Alpenverein drohte schon mit einem Ausstieg aus der Olympia-Bewerbung.

Die Bewerber reagierten überrascht auf den Rückzug des DNR. "Das ist bedauerlich und auch ein bisschen verwunderlich", wird DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in der Süddeutschen Zeitung zitiert. Vesper sieht im Ausstieg der Umweltschützer "eine politische Stellungnahme".

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