Katarina Witt will als Frontfrau der Münchner Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018 nicht nur auf das Gesicht reduziert werden. "Schnell wird ein Gesicht ohne Inhalt langweilig und ohne Ausstrahlung. Ich möchte diese Bewerbung mit Herz füllen", sagte die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Sie habe als Kuratoriumsvorsitzende und wichtigste Repräsentantin der Bewerbung etwas zu sagen, auch wenn es um die Strategien geht. Witt: "Ich halte ja nun meinen Kopf mit hin - vielleicht manchmal auch für Dinge, die schieflaufen." Am Ende sei sie für das Gesamtbild mit verantwortlich, sagte die 44-Jährige: "Also muss ich helfen, die Puzzleteile einzeln mit zusammenzufügen."

Sie bringe sich nach dem Ausscheiden von Bewerbungschef Willy Bogner in München noch mehr in das operative Geschäft ein. Witt: "Ich versuche, für alles ein offenes Ohr zu haben und auch Ideen vorzuschlagen."

Bogner hatte seine Arbeit in München zehn Monate nur für einen symbolischen Euro gemacht, und auch Katarina Witt wird nicht bezahlt. "Ich mache das bisher seit über einem Jahr alles ehrenamtlich." Wegen der Arbeit für München 2018 habe sie alle Projekte wie eine eigene Show fallen lassen müssen.

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